Sonntag, 17. September 2017

Der Tigerpanzer - Panzermuseum Munster


Der Tigerpanzer.

Zweifelsohne ein Mythos. Ein faszinierendes Produkt deutscher Militärtechnik. Allerdings auch ein Produkt, das nur einen Zweck hatte: Gegner zu vernichten. Stärker zu sein als andere. Den Feind aus der Ferne, am besten aus dem Hinterhalt, zu bekämpfen und ihn auszuschalten.

Der Tiger ist sicherlich der bekannteste Panzer der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Er ließ den sprichwörtlichen „Ruf wie Donnerhall“ auf dem Schlachtfeld ertönen, um es einmal in der schwülstigen Terminologie des deutschen Kaiserreichs auszudrücken.

Niemand, der sich mit Militärtechnik beschäftigt, kommt deshalb an ihm vorbei. Jeder will ihn einmal live, am besten noch fahrend, sehen.

Aber, einmal vorneweg bemerkt, was ist denn eigentlich dran an diesem Tigerpanzer? Was macht ihn besonders?

Ganz klar. Die Kanone, die Panzerung, das Gewicht.


Immer wieder gefeiert von der deutschen Propaganda. Als unzerstörbar vom Feind dargestellt.

Neben dem Gerät wurden aber auch vom Propagandaapparat Goebbels die Panzerkommandanten gefeiert. Sie wurden zu Helden aufgebaut, sollten Leitbild für die kämpfende Wehrmacht und die Waffen SS sein, ähnlich wie die U-Bootfahrer, die diese „Heldenrolle“ für die Marine wahrnehmen sollten.

Diese Verknüpfung von Technik und Mensch, die Schaffung unschlagbarer Teams, die den Gegner besiegen, führte letztendlich dazu, dass bereits im Krieg der Mythos dieses Panzers geschaffen wurde. Es wurde ein Leitbild entwickelt, an dem sich der Standardsoldat orientieren konnte. Mensch und Maschine. Unbesiegbar. Schrecken auf dem Schlachtfeld. „Kriegsentscheider“.

Im Grunde ist es schockierend Parallelen zu ziehen, aber irgendwie erinnert das Ganze an todbringende Formel 1 Fahrer und ihre Boliden, nur eben in Panzern.

Jeder kannte sie; jeder bewunderte sie; jeder wollte sie an seiner Seite haben. Vertreter einer perfiden Popkultur, die das totalitäre Regime gekonnt in Szene setzte.

„Normale“ Truppen waren deshalb auch beruhigt, wenn es hieß, das Hauptquartier schickt uns eine schwere Panzerabteilung

Dabei war es dann auch dem normalen Soldaten egal, ob die jetzt vom Heer oder der Waffen SS kam. Hauptsache die unbesiegbaren Tiger mit ihren Helden waren an der Seite. Die würden das Ganze schon richten. Eine schwere Panzerabteilung war ja auch was Feines.

War sie das wirklich?

Nein.

Warum?

Weil es zu wenige gab.
Im Grunde war die schwere Panzerabteilung eine Notlösung, die aber propagandistisch aufgewertet wurde.

Der Tiger war nämlich viel zu teuer in der Produktion. Die Produktionsstückzahl blieb Makulatur.

Die Panzerabteilungen der regulären Panzerdivisionen mit diesem Panzer auszustatten, wäre also gar nicht möglich gewesen.

Hinzu kam noch, dass er technisch viel zu anfällig war. Die Motorisierung und das Laufwerk waren im Grunde eine Katastrophe.

Schaut man sich die Statistiken an, wird das Ganze klar ersichtlich.

Die schwere SS Panzerabteilung 101. hatte vom 1. Juli 1944 bis zum 7. August 1944 immer 25 bis 30 Tiger im Einsatz. Erschreckend ist die Anzahl der Tiger mit Instandsetzungsbedarf: 5. Juli 30, 7. Juli 30, 21. Juli 19 etc. etc. Schaut man sich die Tagesstatistiken an, sind immer mehr als die Hälfte, eher Zwei Drittel in der Werkstatt.

Das ist übrigens kein Einzelfall. Bei der schweren SS Panzerabteilung 102 das gleiche Bild: Zwischen 45 und 42 Panzer in der Abteilung. Die Hälfte mit Instandsetzungsbedarf (12. Juli von 39 Panzern 12 einsatzbereit). (Thomas L. Jentz, Tiger 1 & 2. Kampf und Taktik, S. 115f).

Auch bei den Wehrmachtsabteilungen die gleichen, erschreckenden, Zahlen: 31.7.1943 13. Kompanie Panzerregiment Großdeutschland 15 Panzer, 6 einsatzbereit. (ebd. S. 76)

Am 30. November 1944 sah die Einsatzbereitschaft der an die Westfront entsandten Tiger wie folgt aus: Von 62 Panzern, 36 mit Instandsetzungsbedarf. Dazu kamen noch 12 Totalverluste. Am 15. Dezember 115 Panzer, 74 einsatzbereit, 2 Totalausfälle. Am 30. Dezember 108 Panzer, 50 einsatzbereit, 13 Totalausfälle. (ebd. S. 108)



Was sprach noch gegen den Panzer?

Die Produktionskosten:

Ein vollausgestatteter Panzer VI Tiger kostete ca. 300.000 Reichsmark. Ein Panzer IV ein Drittel.

Was hätten sie im Jahr 1944 lieber neben sich gehabt? 50 Tigerpanzer, von denen 30 in der Werkstatt standen? Oder vielleicht doch lieber 150 einsatzfähige Panzer IV, die ausgereift waren, keine technischen Probleme mehr hatten, und auch mit allen Feindpanzern im Grunde ab der Version F 2 klar kamen??

Hah. Ich hab sie erwischt. Sie wissen es nicht. Sie zweifeln. Sie wägen ab.

Ich weiß warum.

Die Propaganda wirkt nach.

Dass diese nämlich BIS HEUTE frei ihren Mythos entfaltet, kann man sehen, wenn man in das Panzermuseum Munster geht.

Zielstrebig hetzt der Besucher an den ausgestellten Fahrzeugen vorbei, schaut zwar kurz hier und da, verweilt dann aber an EINEM Modell.

Ja genau an dem.

Am Tiger.

Da stehen sie dann, die Fans.

Junge, Mittlere und Alte. Fotografieren ihn von allen Seiten. Filmen ihn. Lassen sich MIT ihm fotografieren. Maschine und Mensch. Eine Einheit.

Meeeeeiiiinnnnn SSSccchhhaaaaattttttttzzzzzzzzzzzzzz.

Man macht Selfies.

Die gelingen aber nicht so richtig, denn der Panzer ist ja wirklich groß. Also sieht man andauernd Menschen sich vor und wieder zurück bewegen, um einen zufriedenstellenden Winkel zu finden. Was soll aufs Bild: Ich und das Rohr? Ich und die Wanne? Ich und die Zimmeritpanzerung?

Am besten alles. Aber das geht nicht. Mist.

Dann sind da noch die Stativ Benutzer. Die „Profi-Fotografen“. Die stehen da minutenlang, und warten auf den einen Moment, um den Panzer ins rechte Licht zu rücken. Lauern ruhig, warten auf den richtigen Moment, halten die Luft an, und drücken ab. Einige fühlen sich da vielleicht, wie der Richtschütze, der irgendwann in dem Ding da vor einem seinen Job verrichtet hatte.

Was fast völlig übersehen wird, und es erschließt sich MIR wirklich nicht, der Königstiger steht da ja auch rum. Der ist und bleibt aber weniger kultig. Ist hier weniger im Mittelpunkt.

Merkwürdig.


Na und was ist mit den anderen Panzern?

Der Panzer IV ist einfach nur da.

Fast so ähnlich wie der Panzer V Panther.





Dabei hatte letzterer mich am meisten beeindruckt, als ich ihn zum ersten Mal sah.

Denn den, den stellt man sich nicht sooooo groß vor. Ist er aber. Definitiv MEIN Lieblingspanzer.

Zurück zum Tiger.

Dass der Tiger ein Zuschauermagnet ist, weiß auch die Geschäftsleitung des Museums. Vielleicht liegt es ja im Grunde nur daran, weil so wenige gebaut wurden. Gerade mal 1350 Tigerpanzer.

Aber das kann es ja eigentlich auch nicht sein. Denn vom Königstiger wurden nur 492 Stück gebaut, na und der wird – jedenfalls in diesem Museum – weniger beachtet.





Nun denn: Dann liegt es vielleicht daran, dass es nur noch 6 Tigerpanzer weltweit gibt, während der Königstiger auf 8 erhaltene Exemplare kommt.

Vielleicht ist es das.

Ich denke nein. Ich bleibe bei meiner Aussage.

Es ist das Nachhallen der Propaganda. Ein erschaffener Kult. Ein überlieferter und weiter tradierter Mythos.

6 Exemplare gibt es noch. 6 Exemplare des Kultpanzers Tiger: Einer im britischen Panzermuseum Bovington, einer im französischen Panzermuseum in Saumur, einer steht in Vimoutiers als Denkmal in der Landschaft herum, einer in Rußland im Panzermuseum Kubinka und auf einem Freigelände nahe Moskau, einer in Fort Benning, in den USA.

Dazu kommt noch ein siebter. Der befand sich vom April 2013 bis Dezember 2016 als Leihgabe im Museum in Munster. Dieser Siebte wurde allerdings aus den Wracks verschiedener Tigerpanzer rekonstruiert, was natürlich nicht sofort auffällt, es aber verhindert, dass dieser Panzer als komplett erhalten, gewertet wird.




(Tigerpanzer 2014. Quelle: Frank Becker. Ich könnte weinen. Meine Bilder aus dem Jahr 2015 mit diesem Panzer sind bei einem Festplattencrash verloren gegangen.


Der Panzer wurde zum Publikumsmagnet. Die meisten Bilder im Internet, die meisten Videos von Besuchern des Panzermuseums zeigten diesen Panzer. Das hatte sogar die Museumsleitung recherchiert.

Was also tun, wenn diese Leihgabe zurückgefordert wird? Was tun, wenn der Vertrag ausläuft?

Das Panzermuseum Munster hat sich zu einem genialen Schritt entschieden, na und irgendwie glaube ich, dass es den meisten Besuchern gar nicht auffällt.

Der frisch renovierte Tigerpanzer mit der Nummer 321, der da im Museum steht, ist ein Modell.

Ein beeindruckendes Modell. Es wiegt zwar nicht 57 Tonnen, wie das Original, sondern 3 Tonnen, wirkt aber nicht so.


Anstatt Panzerstahl wurde hier Glasfaser verwendet.

Gebaut haben den Panzer Fachleute: Der Technologiestützpunkt Tarnen und Täuschen der Bundeswehr in Storkow bei Berlin.

Äußerlich ist der Panzer eine 1:1 Reproduktion des Originals. Es ist eine fantastische modellbautechnische Leistung.


Man sollte aber wissen, dass es sich um ein Modell handelt.


Mich persönlich stört das nicht. Denn die Museumsleitung hat hier eindeutig den Kundenwunsch berücksichtigt. Und so etwas ist immens wichtig.

Wenn man das führende deutsche Panzermuseum besucht, erwartet man auch irgendwie den Tigerpanzer, denn alle anderen sind ja auch da. Bis hin zu den neusten Panzermodellen der Bundeswehr.

Es wäre also fatal, wenn der Tiger fehlen würde.

Ob es Sie, meine lieben Leser stören wird, müssen sie entscheiden. Dann empfehle ich den Besuch der anderen 6 erhaltenen Panzer, deren Standorte ich ihnen oben ja genannt habe.

Vielleicht habe ich aber auch einfach persönliches Glück:

Da ich kein Fan des Tigers bin, und die Entwicklungsgeschichte des Panzer IV und seiner ganzen Varianten viel spannender finde, kann ich ohne Probleme das Nichtvorhandensein eines Originals verschmerzen.

Vielleicht machen Sie es mir ganz einfach nach, und geben dem Panzer IV, dem Panther und dem Königstiger auch einmal eine Chance.

Glauben sie es mir. Es lohnt sich.



The Tiger tank.

A myth. A fascinating product of German military technology. However, also a product that had only one purpose: to destroy enemies, to be stronger than others. To fight the enemy from afar, hidden, effective, horrible.

The Tiger is certainly the most famous tank of the Wehrmacht in the Second World War.

Everyone wants to see him.

But… What makes him special?

Clearly. The cannon, the armor, the weight.

Again and again celebrated by German propaganda: Strong, durable, undestroyable.

In addition the Tank Commanders were also celebrated by the Propaganda apparatus directed by Goebbels. They were upgraded to heroes, to modell soldiers for the standard Wehrmacht and Waffen SS soldier, similar to the submarine crews who were to take this "heroic role" for the navy.

This combination of technology and man, the creation of unbeatable teams that defeat the enemy, ultimately led to the myth of this tank being created in the war. A vision was developed, on which the standard soldier could orientate himself. Man and machine. Invincible. Terror on the battlefield. "War decision-makers".

Basically, it is shocking to draw parallels, but somehow the whole has parallels to todays sport idols:

Everyone knew them; everyone admired them; everyone wanted to have them by his side. The tank crews as representatives of a perfidious pop culture.

"Standard" troops were, therefore, also reassured, when it was said that the headquarters sent a heavy tank company

It did not matter to the normal soldier, if they came from the army or the Waffen SS.

Invincible tigers with their heroes were at their side. They would fix the whole thing. So the thoughts of the standard soldier.

A heavy tank company was also something fine.

Is that so?

No.

Why?

Because there were too few. In essence, the heavy armored company was a makeshift solution, but it was upgraded propagandistically.

The Tiger was much too expensive to produce. The number of production remained waste.

To equip the tanks of the regular armored divisions with this tank would not have been possible at all.

In addition, the tank was technically far too vulnerable. The engine and the drive were basically a disaster.

Looking at the statistics, the whole thing becomes clear.

From 1 July 1944 to 7 August 1944, the heavy SS Panzer Division had always used 25 to 30 tigers. The number of tigers with maintenance requirements is frightening: 5 July 30, 7 July 30, 21 July 19 etc. etc. Looking at the daily statistics, always more than half, rather two-thirds of the tanks are in repair.

This is by no means an isolated case.

In the heavy SS Panzer Division 102 the same picture: Between 45 and 42 Panzer in the company. Half with repair (July 12 of 39 tanks 12 ready for use). (Thomas L. Jentz, Tiger 1 & 2. Combat and Tactics, p. 115f).

Also with the Wehrmachtsabteilungen the same, frightening, numbers: 31.7.1943 13. Company Panzerregiment Großdeutschland 15 tanks, 6 ready for use. (ibid. p. 76)

On November 30, 1944, the readiness of the tigers sent to the Western Front was as follows: Of 62 tanks, 36 with repair. In addition, there were 12 total losses. On 15 December 115 tanks, 74 ready for use, 2 total losses. On December 30, 108 tanks, 50 ready for action, 13 total casualties. (ibid., p. 108)

Another problem.

The production costs:

A fully equipped Panzer VI Tiger costs about 300,000 Reichsmark. One Panzer IV only a third.

What would YOU have preferred in 1944? 50 tiger tanks, 30 of which were in repair? Or maybe 150 rather usable Panzer IV, which were standard, but with no technical problems and a canon that was better than those of your opponents.

Hah. I catch YOU. YOU do not know. YOU doubt. YOU weigh off.

I know why.

Propaganda is still virulent.

You can feel it in the Panzermuseum Munster.

The visitor rushes past the exhibited vehicles intentionally, looks briefly here and there, but then lingered on ONE model.

Yes, exactly.

On the Tiger tank.

There they are, the fans.

Young, middle and old.

They photograph there object of desire from all sides. Machine and man. One unity.

One makes Selfies.

But they do not really succeed, because the tank is really big. So you always see people moving forward and back again to find a satisfactory angle. What is the picture: Is it me an the gun? Me and the armor?

Or just the whole tank.

But that does not work. Crap.

The tank is to big.

Then there are the tripod users. The "professional photographers". They stand for minutes, waiting for the moment to put the tank in the right light. Lurk quietly, wait for the right moment, hold the air, and … shoot. Some might feel like the gunman.

What is almost completely overlooked, and it does not really open up to me, the King Tiger tank is also here. But it seems that this tank is less cultic, here, at this place.

Strange.

Well, what about the other tanks?

The Panzer IV is just there. Almost similar to the Panzer V Panther.

The latter had impressed me the most when I saw him for the first time. This tank is also soooooooooo big.

Definitely MY favorite armor.

Back to Tiger.

The fact that the tiger is a spectator magnet is also known by the management of the museum. Perhaps it is only because so few have been built. Just 1350 tiger tanks.

But that really can not be. Only 492 pieces were built of the King Tiger, and this is less noticed, at least in this museum.

Well, then it may be because there are only 6 Tiger tanks world-wide, while the King Tiger comes on 8.

Maybe that’s it

I think no. I stick to my statement.

It is the reverberation of propaganda. A created cult. A tradition developed and still present.

6 models have survived. 6 models of the cult Tiger: one in the British tank museum Bovington, one in the French tank museum in Saumur, one in Vimoutiers as a monument in the landscape, one in Russia in the tank museum Kubinka and on an area  near Moscow, one in Fort Benning, in the USA.

In addition there is a seventh. From April 2013 until December 2016 the tank was loaned to the Museum in Munster. This seventh was, however, reconstructed from the wrecks of various tiger tanks, which of course is not immediately noticeable, but it is prevented that this tank is regarded as a surviving tank.

The tank became a public magnet. Most of the pictures on the Internet, most videos of visitors to the Panzermuseum showed this tank. The museum management had even researched this.

So what if this loan is returned? What to do if the contract expires?

The Panzermuseum Munster has decided to take a genial step, and somehow I think that most visitors do not even notice it.

The freshly renovated tiger tank with the number 321, which you can find in the museum, is a model.

An impressive model.

It weighs not 57 tons, as the original, but 3 tons. Also impressing.

Instead of steel, glass fiber was used here.

The tank was built by specialists: Members of the technology center for camouflage and deception of the Bundeswehr in Storkow near Berlin.

So externally, the tank is a 1: 1 reproduction of the original. It is a fantastic model building performance.

But you should know that it is a model.

The museum management has clearly taken account of the customer requirements. And such a thing is immensely important.

If you visit the german tank museum, you will also expect the Tiger tank somehow, because every german tank is there. Up to the latest armored models of the Bundeswehr.

It would be fatal if the Tiger was missing.

Whether it will disturb you, my dear readers, because it’s only a model, you have to decide.

Then I recommend the visit of the other 6 preserved tanks, whose locations I named above.

Since I am not a fanboy of the Tiger, I can live with the absence of an original. For me the development history of the Panzer IV and its whole variants is much more exciting.

Perhaps you will simply follow me, and you will give the Panzer IV, the Panther and the King Tiger once a chance.

Believe me. It is worth it.

Mittwoch, 13. September 2017

Modern FoW - M.E.C. Panzer in 1/72

Geht es Euch nicht auch oft so? Viel zu viele Maßstäbe, für viel zu viele Szenarien, für viel zu viele Spielsysteme.
Na und wie man dann so als Sammler tickt - denn ein solcher bin ich ja vom Typus, und zwar viel mehr als ein Gamer - , tanzt man dann auch gerne auf sehr, sehr vielen Hochzeiten herum.
Ich hatte Euch ja im letzten Jahr mein fiktives modernes Setting vorgestellt. Wer sich nicht erinnert kann ja nochmals hier nachlesen.

http://thrifles.blogspot.de/2016/11/modern-flames-of-war-mec-tank-company.html
http://thrifles.blogspot.de/2016/10/modern-flames-of-war-us-marine-company.html

Da stellte ich Euch meine US Marine Company sowie meine M.E.C. Tank Company im Maßstab 1/144 vor, die für Modern FoW gedacht ist.
Ich wäre aber nicht ich, wenn ich das Ganze nicht auch noch in einem anderen Maßstab angehen würde.
Natürlich sammle, male, bastle ich parallel auch noch im Maßstab 1/72 rum, denn es gibt einfach Unmengen von Material und auch schöne Spielsysteme, die man für diesen Maßstab verwenden kann.

Up to date sind ja auf jeden Fall die Force on Force Regeln.
Dummerweise habe ich zu diesem Spielsystem allerdings ein ambivalentes Verhältnis.
Das Regelbuch hatte ich mir einmal gekauft, aber irgendwie machte mich das nicht so an. Das lag sicherlich daran, weil ich damals recht wenig Spielpraxis hatte, und noch gar keine mit diesem Regelsystem. Alleine der in dem Regelwerk vorgestellte Aktivierungsprozess war für mich zu diesem Zeitpunkt äußerst ungewöhnlich und so richtig konnte ich den auch nicht nachvollziehen. Man sollte einfach auch immer mit einem halbwegs regelfesten Mitspieler ein Testspiel machen. Bei allen Regeln, an die man sich rantrauen will.
Das mal nur als Empfehlung für angehende Wargamer.
Ich hab das nicht getan, und dann das Regelbuch auch direkt weiter verkauft. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, wenn ich schon zehnmal würfeln muss, um überhaupt anfangen zu können, ist das nichts für mich.
Mittlerweile liegen aber ein paar Spiele mit Force on Force Hausregeln hinter mir, die mich und meine Spielgruppe nach Vietnam geführt hatten. Hier der letzte Bericht zu einem der Spiele.
Mein Dank geht da vor allen Dingen an Jürgen, Sorandir, der mir die Regeln einfach super rüberbringen konnte, und das hatte definitiv den Effekt, dass sich die sprichwörtliche Lust auf mehr bei mir einstellte.
Mit der von Jürgen entwickelten FoF Light Version und den genialen Szenarien, die er dazu entwickelt hat, habe ich wiederum die Erfahrung gemacht, dass FoF sehr charmant sein kann.
Nur mal ein Beispiel, das für mich da sehr prägend ist:
Dass die Erfahrung einer Truppe sich in der Verwendung unterschiedlicher Würfel spiegelt, aber alle Einheiten immer auf eine 4+ treffen, ist einfach, aber auch sehr durchdacht.
Der Rookie hat halt nur einen W6 pro Soldat, während der Elitesoldat einen W12 verwendet. Modifikatoren, wie Deckung, geben der Einheit einen Zusatzwürfel. Somit können definitiv auch realistischere Szenarien gespielt werden, weil der Elitekämpfer zwar nicht mehr Männer hat, er vielmehr hingegen oftmals unterlegen ist, seine Wahrscheinlichkeit zu treffen, aber erhöht ist. Das hat mir gefallen. Na und vor allem, muss man definitiv nicht im Regelwerk blättern. Die Systematik erschließt sich dem Spieler quasi intuitiv, der Lerneffekt der Regeln setzt quasi sehr schnell und automatisch ein.
Wenn man dann das Ganze noch in der Art spielt, wie wir das getan haben, dass nämlich die meisten Spieler jeweils ein Team einer Gesamteinheit befehligen und so zusammen agieren müssen, während der Spielleiter quasi die “Aufständischen” aktiviert, ergibt das ein tolles Koop Spiel, das sehr kurzweilig und unterhaltsam sein kann.
Durch die letztere, doch sehr positive, Erfahrung, werde ich ein mögliches Szenario definitiv mit diesen Regeln antesten.
Was ich allerdings auch irgendwie toll finde, ist das alte Battlefield Evolution, bzw. das hieraus entwickelte Battlefield Modern War.
Hier gab es vor Jahren eine wirklich aktive Community, die sich vor allem dadurch auszeichnete, wunderbare Einheitenkarten für fast jede moderne Armee ins Internet zu stellen.
Jäger und Sammler, also auch ich, haben die natürlich.
Das Spielsystem ist auch sehr schnell, und wird von Anfängern auf Anhieb verstanden. Ein Riesenvorteil.
Zudem enthalten dann diese Einheitenkarten wirklich alle Informationen, die man zum Spielen braucht. Kein langwieriges Blättern in Regelwerken inkl. Querverweise. Kein unnötiges Suchen nach der einen Sonderregel für einen bestimmten Einheitentypus.
Nein!
Alles schön sortiert auf den Karten angeordnet, und es kann losgehen.



Früher gab es auch mal Schnellregeln für das System. Alles Wichtige auf gerade mal vier Seiten.
So liebe ich das. Schnelle Spiele für zwischendurch, und nicht immer diese epischen Regelbücher.
Da es die wohl nicht mehr gibt hier die relativ preiswerte Möglichkeit das Regelsystem zu bekommen. Mittlerweile gibt es die neueren Regeln für gerade mal 15,- $:
http://www.wargamevault.com/browse.php?keywords=battlefield%20evolution&test_epoch=0&page=1


Somit habe ich dann schon einmal die beiden Spielsysteme definiert, die vielleicht in Zukunft eine neue Chance bekommen werden.
Nachfolgend werde ich so peu a peu meine Einheiten für den von mir entwickelten Hintergrund eines Konflikts in einer  fiktiven, modernen Welt an der Milleniumwende vorstellen.
Was wäre wenn die 90er und 0er Jahre sich anders entwickelt hätten?
Bei den Fahrzeugen handelt es sich zum großen Teil um Fertigmodelle; ein paar Bausätze – Plastik, Resin – sind auch dabei und natürlich auch die für moderne Szenarien unverzichtbaren Matchbox und Siku Modelle.
Beginnen möchte ich mit den Panzern des M.E.C.
Für ein Skirmish Szenario habe ich da genügend Modelle.
Zwei T 55 und vier T 72 Modelle.
Dass diese in unterschiedlichen Tarnvarianten gehalten sind, stört mich überhaupt nicht. Dadurch wird der Charakter dieser gemischten Truppen sogar noch verstärkt.

T 55 (Angaben Wikipedia)

Besatzung: Besteht aus 4 Soldaten(Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze)
Länge: 9 m (mit Kanone),  6,04 m (ohne Kanone)
Breite: 3,27 m
Höhe: 2,35 m (Turm Oberseite), 2,8 mit MG
Masse: 36 t (Gefechtsgewicht)
Panzerung: Turm 39–203 mm, Wanne 33–100 mm
Hauptbewaffnung: 1 × 100-mm-Kanone vom Typ D-10T2s, 40 Züge (41 Granatpatronen)
Sekundärbewaffnung: 2 × 7,62-mm-MG PKT (koaxial) und 1 × 12,7-mm-MG DschK
Antrieb: V-12-Dieselmotor W-54, 580 PS
Federung: Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit: > 45 km/h
Leistung/Gewicht:  11,9 kW/t (16,1 PS/t)
Reichweite: 500 km Gelände, 600 km Straße
Als Modelle kommen hier T 55 Panzer der Firma Easy Model zum Einsatz:

Easy Model T-55 USSR 1968 in Prague TRE35021





Easy Model T-55 Finish Army






T 72 (Angaben Wikipedia)

Besatzung: Besteht aus 3 Soldaten(Kommandant, Fahrer, Richtschütze). Laden automatisch.
Länge: 6,9 m (ohne Kanone)
Breite: 3,6 m
Höhe: 2,2 m (Turm Oberseite)
Masse: 41,5 t (Gefechtsgewicht)
Panzerung: Verbundpanzerung
Hauptbewaffnung: 1 × 125-mm-Glattrohrkanone 2A46
Sekundärbewaffnung: 1 × 7,62-mm-MG PKT (koaxial) und 1 × 12,7-mm-NSWT (Fla-MG)
Antrieb: V-12-Mehrstoffmotor W-84, 840 PS
Federung: Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit: > 60 km/h
Leistung/Gewicht:  13,9 kW/t (18,8 PS/t)
Reichweite: 450 km, 550 km mit externen Tankbehältern
Als Modell verwende ich hier mehrere T 72 der Firma Unimax, Forces of Valor, ein Panzermodell der irakischen Armee aus dem Golfkrieg von 1991, mit der entsprechenden Bemalung.




Die Modelle verwende ich Out of the Box. Sie sind also nicht nachgearbeitet, gealtert oder gechiped.
Das reicht mir für dieses Setting völlig aus.
Zudem muss man auch sagen, dass nach meiner Meinung ein Nacharbeiten auch gar nicht notwendig ist. Die Forces of Valor sind von Haus aus schon bearbeitet, und zwar so, dass sie nach meiner Meinung wirklich sehr realistisch rüberkommen.
Hat auch mal was, einfach auspacken, um direkt loszulegen.
Die Modelle sind auch robust genug, um sie im Tabletop einsetzen zu können. Es handelt sich zwar grundsätzlich um Aufstellmodelle, ich muss allerdings sagen, dass sie nicht zu filigran sind, um sie im Tabletop einsetzen zu können. Die werden einige Einsätze überleben. Da bin ich mir sicher.
Anbei die beiden Einheitenkarten, die für diese Panzer in der BEVO Community geschaffen wurden.
Man sieht auf der linken Seite ein Bild des Fahrzeuges und die grundlegenden Daten für das Spiel, wie Bewegungsreichweite, Verhalten im Nah- und Fernkampf, Widerstandsfähigkeit.
Auf der rechten Seite der Einheitenkarten sind Zusatzregeln, die sich auf das Modell im Spielverlauf beziehen.


Beim nächsten Mal zeige ich Euch dann die Schützenpanzer meiner M.E.C. Truppe.
Hier werde ich dann erneut ein paar Fertigmodelle, aber auch entsprechende Resinmodelle vorstellen, die vielleicht auch nicht jeder von Euch kennt.

Isn’t it terrrible? Far too many scales, for far too many scenarios, for far too many game systems.
Well, and then as a collector - because I am of the type, and much more than a gamer -, you have really difficulties to decide.
You remember my fictional modern setting I’ve presented you last year? If not, just have a look here.
There I show you my US Marine Company as well as my M.E.C. Tank Company on a scale of 1/144, which is designed for Modern FoW.
But I would not be me, if I did not tackle the whole thing on a different scale.
Of course, I collect, paint, work parallel also still in 1/72, because I have a lot of stuff in this scale and there are also so beautiful game systems, which one can use.
Up to date are definitely the Force on Force rules.
Unfortunately, I have an ambivalent relationship to this game system.
I bought the rulebook once, but somehow it did not matter to me. This was certainly due to the fact that I had quite a few gameplays at that time, and none at all with this rule system.
For example, the activation process presented in the rules was for me at this time extremely unusual and so I could not understand it.
Be sure, that you always make a test game with a half-way-tough fellow player. It’s really better to do that, instead of reading rules you don’t understand.
I did not do that, and sold the rule book. At this point I thought that if I had to roll ten times to start at all, that's not a game for me.
Meanwhile, a few games with Force on Force house rules lay behind me, which had led me and my gamegroup to Vietnam. Here is the last report on one of the games.
My thanks go above all to Jürgen, Sorandir, who presented me the rules in such a way, that today they are familiar to me.
With the FoF Light version and the ingenious scenarios developed by Jürgen, I again have the experience that FoF can be very charming.
Just an example, which is very important for me:
The fact that the experience of a squad is reflected in the use of different dices (D6, D8, D12), but all units always hit on a 4+, is simple, but also very thought out.
The rookie has only one D6 per soldier, while the crack unit uses a D12. Modifiers, such as cover, give the unit an extra dice. This makes it possible to play more realistic scenarios, because the elite fighter does not have more men, but he is often more likely to hit his opponent.
I like that.
Well, and above all, you definitely do not have to leaf through the rules. The systematic opens up to the player almost intuitively, the learning effect of the rules starts almost as fast and automatically.
We play the scenarios in coop games:  Most of the players have to command a team of a total unit and have to work together, while the umpire activates the "insurgents".
Because of the described experience, which is very positive, I will definitely test a possible scenario with these rules.
But I also like the old Battlefield Evolution, resp. Battlefield Modern War.
There were years ago a really active community, which was characterized above all by the introduction of wonderful unit cards for almost every modern army on the Internet.
Hunters and collectors, so I too, have them. That’s logic.
The game system is also very fast, and is understood by beginners right away. A huge advantage.
In addition, these cards contain all the information you need to play. No lengthy scrolling in rules, or searching for cross-references. No unnecessary search for the one special rule for a particular unit type.
No!
Everything nicely arranged on the cards.
Ready to play.
Well and basically for the first games the short rules are sufficient. Everything important on just four sides.
The complete ruleset is available on Wargames Vault:
http://www.wargamevault.com/browse.php?keywords=battlefield%20evolution&test_epoch=0&page=1
So I love that. Quick games, and not always these epic  struggles.
Thus, I have already defined the two game systems, which may get a new chance in the future.
Now, I want to introduce you my units for a fictional conflict in a fictional, modern world at the turn of the Millenium.
What would happen if the 1990s had developed differently?
Most of the vehicles are Diecast models. A few other kits - plastic, resin - are also there, and of course also the Matchbox and Siku models, which are indispensable for modern scenarios.
I would like to start with the tanks of M.E.C.
For a Skirmish scenario I have enough models.
Two T 55 and four T 72 models.
The fact that these are held in different camouflage variants does not bother me at all. This even increases the character of these mixed, improvised troops.
T 55 (For information see Wikipedia)
As models I use the following tanks from Easy Model:
Easy Model T-55 USSR 1968 in Prague TRE35021
Easy Model T-55 Finish Army
T 72 (For information see Wikipedia)
As a model I use here several T 72 of the company Unimax, Forces of Valor, a tank model of the Iraqi army from the Gulf War of 1991, with the appropriate painting.
The models I use Out of the Box. So they are not reworked, aged or chipped.
In addition, one must also say that in my opinion a rework is also not necessary. The Forces of Valor are already worked on, so that in my opinion they are really very realistic.
Ready to play.
The models are also strong enough to be used in the tabletop. These are, in principle, setup models, but I must say that they are not too filigree to be able to use them in the tabletop. They will survive some missions. I'm sure.
Enclosed the two unit cards, which were created for these tanks in the BEVO community.
You can see on the left side a picture of the vehicle and the basic data for the game, such as movement range, behavior in near and long range combat, resistance.
On the right side of the unit cards are additional rules, which refer to the model in the course of the game.
Next time I'll show you the IFV of my M.E.C. Troupe.
Here I will present again a few Die Cast models, but also corresponding models made of resin, which perhaps not everyone of you knows.

Donnerstag, 7. September 2017

D-Day Tagesausflug mit Jean Lenoir


Im Gegensatz zu meiner normalen Vorgehensweise, erst einmal etwas ausgiebig zu testen, um es dann zu empfehlen, möchte ich Ihnen heute jemand vorstellen, der mich in einem relativ kurzen Gespräch als Fachmann, aber vor allem auch als Mensch zu überzeugen wusste.

Mein diesjähriger Familienurlaub ging nämlich in die Normandie. Na und ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht trotzdem eine Reihe von Museen und Schauplätzen besucht hätte.

Meine Familie und ich haben ja schon seit Jahren die Form einer  „friedlichen Koexistenz“ gefunden, die es mir ermöglicht historische Stätten aufzusuchen, ohne dass ich im eigentlichen Urlaub gelyncht werde.

Das ist eigentlich ganz einfach.

Meine Frau ist kein Morgenmensch, na und so bin ich immer morgens unterwegs, schaue mir einiges an, um dann mittags zurückzukommen und mit einem ausgiebigen Brunch den eigentlichen Urlaubstag einzuläuten.

Wir finden diese Regelung klasse, denn wenn ich ehrlich bin, bedauere ich immer die Leute, die ich in Museen treffe, und denen ich ansehe, dass sie hier nicht freiwillig gemeinsam sind.

Bei uns ist es so, dass es dann zwar schon in einem zehntägigen Urlaub auch ein oder zwei Museumstage geben kann, wo die ganze Familie aufschlägt, die sind dann aber auch von allen gewollt.

Wenn keiner Lust hat, gehe ich halt morgens alleine on Tour. Stört keinen wirklich, und man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

An dem einen Museumstag waren wir auf dem Weg in das neue Fallschirmjägermuseum am Dead Mans Corner, ein Erlebnis besonderer Güte, über das ich aber separat berichten werde.

Auf unserem Weg von Port-en-Bessin Richtung Carentan kommt man an La Cambre vorbei, dem größten deutschen Soldatenfriedhof in der Normandie.

Den hatte ich bisher noch nicht besucht und so stoppten wir hier.

Nach dem Rundgang ging ich noch kurz in das Friedensmuseum, und als ich zum Auto kam, war meine Frau gerade in ein Gespräch mit einem Mann vertieft, der im Auftrag des normannischen Fremdenverkehrsverbandes eine Umfrage durchführte.

Ich kam dazu und wir begannen zu plaudern.

Zunächst stellten wir begeistert fest, dass sich auch die offiziellen Stellen in der Normandie für deutsche Touristen interessieren. Die Zahl deutscher Besucher steigt stetig an, und Jean – der Interviewer – bestätigte uns, dass auch das Feedback deutscher Besucher immer wichtiger wird.

So wurden wir gefragt, warum wir in der Normandie sind? Privat oder beruflich. Ob wir w.g. der historischen Ereignisse oder w.g. der Normandie als solcher da wären? Ob wir Museen besuchen? Nur Militär, oder auch Kunstmuseen? Wie unser Gesamt-, aber auch spezielle Eindrücke seien?

Alles Fragen, die gut gestellt waren, und die wir auch gerne beantworteten.

Das lag auch sicher an Jean, der mir direkt äußerst sympathisch war.

 


 

Das kommt ja einfach hin- und wieder vor, dass man Leute trifft, die einem zusagen, und wo man das Gefühl hat, Mensch, die Person passt. Vielleicht lag es auch daran, dass wir beide dem besten Geburtsjahrgang angehören, den es jemals gab.

Na und weil das alles passte, kamen wir auch immer mehr ins Plaudern. Meine Frau hatte eine Frage dahingehend beantwortet, dass es natürlich schön wäre, wenn in den Militärmuseen auch mehr deutsche Erklärungstafeln zu finden seine, meinte aber einschränkend, dass sie so etwas aber NICHT erwartet, und auch versteht – gerade in Museen zum Zweiten Weltkrieg im Ausland -, wenn man diese nicht findet.

Jean griff das direkt auf, und meinte „… NEIN!NEN!! Das ist sehr, sehr wichtig. Auch die Deutschen sind unsere Gäste, und so etwas muss man berücksichtigen.“

Aus diesem Dialog entspannte sich natürlich mehr, und dann kamen wir auf das Thema der musealen Rezeption, aber auch der Führungen, die hier in der Normandie angeboten werden.

Es gibt sehr viele Führungen in englischer und französischer Sprache, die in der Normandie gebucht werden können. Diese haben unterschiedliche Schwerpunkte, beleuchten die Ereignisse aber im Normalfall nur aus alliierter Sicht.

Deutschsprachige Führungen sind mir nahezu nicht bekannt, meinte ich, einmal abgesehen von den Veranstaltungen des Buchautors Keusgen, die dann aber schon mit knapp 400,-€ pro Person zu Buche schlagen, was ja schon eine tüchtige Summe ist.

Nun denn. Keusgen ist halt auch mittlerweile durchaus der Spezialist für die deutsche Perspektive der Normandielandung, was auch irgendwo diesen Preis rechtfertigt.


Jean meinte daraufhin, dass er selbst auch Führungen anbiete.


Nicht, dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht. Er hat da nicht offizielle Werbung gemacht. Das ganze ergab sich aus unserem sehr positiven Gespräch und ich zeigte mich da auch sehr interessiert, ist die Normandie doch mittlerweile so etwas wie mein Steckenpferd und eine meiner Lieblingsregionen in Europa.

Was ich interessant fand, war das Konzept, das mir Jean näher brachte.


Jean hat Ahnung. Das merkte man. Und im Grunde ist er Spezialist. Denn er war Offizier in der französischen Armee und in Deutschland als Verbindungsoffizier eingesetzt. Daher rühren auch seine perfekten Deutschkenntnisse. Er gehörte auch zu denen, die den ersten Fallschirmjägerabsprung im Jahr 2004 über der Normandie mit organisiert hatten, an dem deutsche Fallschirmjäger beteiligt waren. Seit damals ist das Tradition, dass auch deutsche Soldaten der Bundeswehr in dieser Art an den Jahresfeierlichkeiten der Normandielandung teilnehmen.

Wir sind heute Freunde, keine Gegner. Das muss man mal einfach an dieser Stelle festhalten.

Jeans Führung ist so konzipiert, dass man in einem Tagestripp die Normandielandung aus verschiedenen Perspektiven näher gebracht bekommt.

Zunächst geht es nach Longues sur mer, zur deutschen Küstenbatterie, wo dann die deutsche Perspektive erklärt wird. Die anderen Lokalitäten zeigen dann die Perspektive der Alliierten, aber auch diejenigen der Franzosen, speziell der Bevölkerung in der Normandie.
Die Sumpfgegend um La Fiere, St. Mere Eglise, Carentan, dann Utah Beach und Omaha Beach stehen dann weiter auf dem Programm. Auch ein Besuch des amerikanischen und des deutschen Soldatenfriedhofs sind vorgesehen.






Eine genauere Beschreibung findet man an dieser Stelle der Webseite.


Jean meinte, dass er gerne auch mit Besuchern den Schwerpunkt flexibel gestalten kann.

Bei all denen, wo ich jetzt das Interesse geweckt habe, empfehle ich die Kontaktaufnahme.

Besprecht am besten alles weitere mit Jean. Er wird Euch sicherlich erklären, ob eine solche Führung etwas für Euch ist.

Ich persönlich finde es halt toll, dass er eine Führung in deutscher Sprache ermöglicht, die die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Er hatte auch die Gelegenheit mit verschiedenen Veteranen direkt zu sprechen. Deren Erzählungen lässt er natürlich in seine Führung mit einfließen.

Ein besonderes Schmankerl kann man dann auch noch bei ihm buchen. Die Fahrt auf einem nachgebauten kleinen normannischen Drachenboot an der Normandieküste entlang.

Das näher zu besprechen, fehlte dann aber die Zeit. Aber so etwas finde ich natürlich auch sehr spannend. Mal auf den Spuren Wilhelms der Eroberers zu wandeln hat halt auch etwas. Denn das gehört auch zur Geschichte der Normandie.

Wie gesagt. Alles Nähere besprecht bitte mit Jean.

Garantien und Haftungen kann ich Euch natürlich nicht geben. Ich habe es ja leider nicht selbst erlebt, nur im Trockenkurs erfahren.

Also  meine Bitte. Einfach mit Jean Kontakt aufnehmen und alles weitere mit ihm besprechen.
Das Kontaktformular findet sich auf seiner Seite.



Freitag, 1. September 2017

MHM Dresden - Dauerausstellung 1914 - 1945

To translate today's text literally is uninteresting. For the criticism is only to be understood here in Germany. It is about the special didactic reception, especially of the Second World War.
But I think that in my pictures I show some exhibits that are not yet known, and which are therefore also very interesting for my readers abroad.
The collections at MHM Dresden are already extensive. However, the descriptions on the boards are rudimentary.
The visitor has problems to get an accurate overview.
However, in my opinion, the visitor should receive more information.
On the course of the war, on the extermination war, on crimes against humanity, on military power, on the Wehrmacht and on the Waffen SS.
Unfortunately, this is done only superficially. The topics are of course addressed. But very tight. Personally, I'm missing too much.
Judge yourself by the pictures. I think you will understand what I mean.
My recommendation: Just visit Dresden, and make a picture of your own.
Compared to museums abroad, however, this part of the exhibition is not the best.
Have fun with the pictures.






Es ist schon ziemlich ungewöhnlich für mich, dass ich zuerst die Bilder für einen Bericht bearbeite, grafisch anpasse, zurechtschneide bevor ich mit dem eigentlichen Text beginne.
Im Normalfall ist das für mich ein Prozess, der parallel verläuft, sich entwickelt und mir dabei dann auch richtig Freude bringt.
Noch ungewöhnlicher ist es, wenn die Bearbeitung des Materials schon ein paar Wochen zurückliegt, ich aber einfach NICHT die Lust hatte, irgendwas zu dem Thema zu schreiben.
Bei dem nachfolgenden Text war dies so.
Und warum war dies so?
Weil ich genervt bin. Tatsächlich leicht genervt.
Es geht um das Thema. Es geht um die thematische Darstellung der Jahre 1914 bis 1945 im MHM in Dresden.

Um es direkt vorweg zu nehmen: Für mich definitiv der schlechteste Part in der Ausstellung des MHM.
Warum ist das so?
Eine plakative Aussage direkt vorneweg:
Die konsequenteste, in sich schlüssigste, linear vorangetragene, für den Besucher schnell erschließbare Darstellung des Zweiten Weltkriegs, die man in einem Museum in Deutschland findet, ist doch tatsächlich die Präsentation in Berlin-Karlshorst, im Deutsch-Russischen Museum.
Na und das TROTZ oder gerade WEGEN Ihres unifokalen Ansatzes.
Jetzt sind Sie verblüfft meine lieben Leser, oder? War ich anfänglich auch.
Ich sehe die ersten schon Schnappatmung kriegen, merke wie bei einigen der Kamm schwillt.
Karlshorst?
Was ist denn jetzt los?
Ich sage ihnen jetzt warum ich das jetzt mal einfach so rausgefeuert habe.
Die Darstellung in Karlshorst – ich werde sie Ihnen demnächst vorstellen – ist nicht unbedingt mega ausgewogen.
Sie stellt schon die russische Sichtweise des Rußlandfeldzuges in den zentralen Mittelpunkt.
Aber die Darstellung an sich ist konsequent, und stringent und führt den Betrachter von a) nach b), vom Kriegsanfang, bis zum Kriegsende. Sie führt den Betrachter, lenkt ihn, nervt vielleicht an bestimmten Stellen.
Aber …
sie regt zur Diskussion an, macht einen nachdenklich, beschäftigt, egal wie.
Warum?
Weil die Präsentation konsequent aufgebaut ist, nicht hin und herspringt, nicht überfrachtet ist, und nicht alles zu zeigen versucht, um am Ende die eigentliche Botschaft zu vergessen.
Wenn der Besucher den Weg durch die Ausstellung genommen hat, weiß er mehr.
Mehr zu dieser Ausstellung in einem anderen Bericht.
In Dresden ist das nicht so.
Der Spezialist findet einzelne Stücke, die ihn interessieren, die ihm auch neu sind. Die ihn sogar überraschen.
Aber irgendwie wirkt das Ganze ohne Konzept.
Hier sind Momentaufnahmen ausgestellt. Die Themen sind nicht ausdiskutiert. Sie werden auch nicht umfassend dargestellt.
Sie wirken sprunghaft.







Der Besucher hat ein Problem sich zu orientieren. Zusammenhänge zu erkennen.
Die Ausstellung zeigt zum einen viel, aber zum anderen auch viel zu wenig.
Der historisch Vorgebildete sucht verzweifelt nach der Botschaft, der Laie wird gar keine erkennen.
Ich versuche Ihnen das an einem Beispiel zu erklären:
Wie kann es bitte in einem deutschen Museum, das Militärgeschichte darstellen will, sein, dass es EINE Vitrine zum Unternehmen Weserübung gibt, und genau EINE Vitrine explizit für die Kriegsjahre 1943/45.
Jeweils EINE Vitrine.
Weserübung – 20 Zeilen Text

Zweite Front – 19 Zeilen Text


(Entschuldigen Sie bitte die schlechte Auflösung. Diese Texte sollten eigentlich nicht veröffentlicht werden).

Aha.
Ist ja auch irgendwie logisch, dass der Angriff auf die skandinavischen Länder im Jahr 1940 mit einer Dauer von wenigen Wochen, den gleichen Text bekommt, und mit der gleichen Intensität und „Begeisterung“ besprochen wird, wie die Zeitspanne von 1943/45, wo dann die Stichworte Zerschlagung der deutsch-italienischen Streitkräfte in Afrika, Sizilienfront, Italienfront, Normandie- und Ardennenschlacht „behandelt“ – besser verstümmelt – werden.
Ach nebenbei bemerkt.
Ironischerweise sind die Beschreibungen an manchen Uniformteilen ähnlich umfangreich.
Auch die Vorstellung des Anzugs eines Matrosen der Kriegsmarine hat 20 Zeilen, wenn der Absatz auch schmaler gesetzt ist.

Stimmt da dann das Verhältnis? Das frage ich jetzt sie.
Polenfeldzug, Westfeldzug, Luftschlacht um England, Personal der Luftwaffe, Krieg am Mittelmeer, U-Boot Krieg, Totale Niederlage etc. etc. immer die gleiche Vorlage.
Der gleiche knappe Text.












Irgendwie zusammengewürfelte Exponate. Wenige Lagekarten. Größere Erklärungen oder gar Diskussionen finden sich nicht. Fehlanzeige.
Das ist einfach zuwenig. Das ist zu oberflächlich, zu bruchstückhaft.
Das kommt einem so vor, als wenn der Museumsdidaktiker gesagt hat.
„Meine Damen! Meine Herren! Wir haben 20 Vitrinen zu füllen. Lassen Sie uns das zu einem Gesamtkonzept gestalten.
20 Vitrinen, mit je 20 Exponaten, mit je 20 Zeilen Text zur Erklärung. Addieren wir die Zahlen zusammen, macht das dann 60. Wir streichen die 0 und haben die Anzahl der Kriegsjahre. Genau 6 Stück! Ist das nicht gut?!?“
Schweigen im Raum. Dann bricht die Begeisterung los.
„Ja, genau so machen wir das Juchu!!! Brillant! Sagenhaftes Konzept. Dafür bekommen wir einen Brain Award!!!“
Entschuldigung liebe Museumsleitung. Ich bin unsachlich. Das weiß ich.
Aber genauso empfinde ich. Na und wenn sie meine anderen Berichte gelesen haben, und wenn ich die Neuzeit noch abgehandelt haben werde, dann wissen Sie, dass ich Fan Ihres Museums, Ihrer Neukonzeption und Ihrer generellen Ausrichtung bin.
Ich will nicht das alte Museum zurück. Nur ich möchte das neue Museum besser und informativer in dem genau hier besprochenen Zeitraum.
Der Bereich der Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs muss da überarbeitet werden.
Wie gesagt. Die Exponate – schauen Sie sich einfach die Bilder an – sind teilweise sehr gut. Da kann man vielmehr daraus machen.
























Aber ….
Die Darstellung des strategischen Kriegsverlaufs, die Erklärung ausgewählter taktischer Beispiele, aber auch das Zeigen und Diskutieren des Vernichtungskrieges, die Rezeption von Verbrechen der Wehrmacht und der Waffen SS wäre gerade in diesem Museum sehr wichtig.
Der gewählte Ansatz ist viel zu knapp, und ähnlich lückenhaft und schlecht wie der im Zeughaus Berlin.
Das gilt übrigens auch für den Teil des Ersten Weltkriegs.
Die Weimarer Republik in einem Militärmuseum nur am Rande zu behandeln, finde ich da ja noch legitim.
Aber gerade für den Ersten und Zweiten Weltkrieg geht das eigentlich in einem solchen Museum nicht.
Mich nervt das Ganze, weil das benachbarte Ausland da viel besser an die Jahre 1914 bis 1945 herangeht.
Ich persönlich finde es schlecht, dass das MHM, das heute nach dem Zeughaus in Berlin, dem Haus der Geschichte in Bonn sowie dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, das vierte große deutsche Geschichtsmuseum ist, hier kein umfangreiches Konzept entwickelt hat.
Wenn nicht hier, an welchem Platz soll denn sonst der Krieg in seinen ganzen Teilaspekten behandelt werden.
Wo kann ich als Besucher eine ausführliche, kritische, historisch recherchierte Ausstellung zum Zweiten Weltkrieg in Deutschland finden? 
Wo bitte?
In den europäischen Ländern wird das Thema so viel besser dokumentiert, und das tatsächlich in zahlreichen Museen, aber logischerweise unter dem Aspekt der entsprechenden Länder.
Ich fühle mich in Museen in Holland, in Belgien, in Österreich, in Frankreich, die ich ja bereits besucht habe, besser, umfangreicher und objektiver informiert.
Das kann es aber nicht wirklich sein.
Hier in Deutschland muss man sich der Thematik stellen. Man muss dem historisch interessierten Menschen eine Darstellung zeigen, die auf dem neuesten Stand der Forschung ist, Mythen vernichtet, zur Findung der Klarheit führt.
Das ist Aufgabe eines Museums, und für den Zweiten Weltkrieg sehe ich das in keinem deutschen Geschichtsmuseum als gelungen an.
Ich habe einfach das Gefühl, dass wir mit diesem Thema nicht so wirklich umgehen können; es nicht WAGEN damit richtig umzugehen.
Da hat sich in den letzten 30 Jahren nicht viel verändert.
Das ist ein großer Fehler und lässt weiterhin Fehlinterpretationen, Falschinformationen, Mythenbildungen zu.
Wenn ich die Flut rechter Literatur alleine bei Amazon sehe, und die erschreckend positiven Beurteilungen seitens der Leserschaft für diesen Müll, die ja logischerweise bewusst gesteuert sind, dann sollte man als Meinungsbilder, als Motor der politischen Bildung in Deutschland, und als solchen Motor sehe ich Museen mit Anspruch jetzt schon im Grunde schon mal an, einfach aufwachen.
Der deutsche Bürger „bildet“ sich da mittlerweile an anderer Stelle; und so etwas ist ziemlich gefährlich.
Geben sie doch einfach mal ungefiltert Zweiter Weltkrieg bei Amazon ein.
Bei mir steht dann an erster Stelle „Zweiter Weltkrieg Erlebnisbericht aus dem Kurland Kessel ...“ BESTSELLER.
Finden Sie das gut?
Geben Sie mal SS ein.
Da finden sie als ersten Buchtitel „Saat in den Sturm. Ein Soldat der Waffen SS berichtet.“
Finden Sie das gut?
Nicht jeder hat die zehnbändige (Bände 5, 9 und 10 in zwei Teilbänden) Reihe „Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg“ zu Hause stehen, wohl die Publikation, die den neuesten Forschungsstand zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs wiedergibt.
Ich habe zumindest schon einmal vier Bände hier, und werde die Sammlung erweitern.
Herausgegeben ist die Reihe vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.
Also der gleiche Auftraggeber, Dienstherr wie es so schön heisst, zu dem ja auch das MHM in Dresden gehört.
Wenn ich diese Publikation mit dem musealen Auftritt vergleiche, dann graust es mich noch mehr, und es ärgert mich.
Vielleicht ist ja unfair, wenn ich ein Museum mit einer Forschungsreihe vergleiche. Natürlich kann da viel umfangreicher geschrieben werden.
Aber schauen Sie sich einfach mal meinen Bericht zum Bastogne War Museum an.
http://thrifles.blogspot.de/2017/05/bastogne-war-museum.html
Da wird an einem Ort, wo es eigentlich um eine Schlacht am Endes des Zweiten Weltkriegs geht, die Geschichte der Weimarer Republik und die Entwicklung des Nationalsozialismus in Deutschland konzeptioneller erklärt, als in Dresden.
Mich würde es freuen, wenn da nochmals etwas geändert würde. Potential und den Anspruch hat das Museum und die Museumsleitung.
Es geht nicht darum wieder ein Miltärmuseum zu schaffen, wie es viele Nostalgiker wünschen. Es geht nicht darum eine Waffen und Uniformshow zu zeigen.
Es geht darum die Aspekte Wehrmacht und Waffen SS an dieser Stelle anders, genauer, mit dem neuesten Forschungstand zu zeigen.
Noch ein Beispiel: Ich will nicht wissen, wieviele Besucher den Begleittext zur Uniform der 12. SS Panzerdivision Hitlerjugend überhaupt lesen. Das ist schade. Denn durch die Form der Darstellung gehen halt solche Details einfach verloren.

Nichtsdestotrotz wollte ich Ihnen natürlich in diesem Bericht die Exponate zeigen. Einzeln betrachtet sind sie natürlich gut, und zeigen unterschiedliche Aspekte der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Einige von Ihnen werden vielleicht sogar begeistert sein, weil sie Sachen entdecken, die sie so noch gar nicht gesehen haben.
Das ging mir mit einigen Teilen auch so, ändert aber nichts an meiner zuvor geäußerten Kritik.
Anbei unkommentiert weitere Bilder.

I. Weltkrieg: Allgemein













 I. Weltkrieg: Grabenkrieg






(unten: MG Garbe, oben schematische Darstellung einer Granatenexplosion)

I. Weltkrieg: Kolonien

(Ich finde diese ausgestellte Uniform megainteressant. Da hätte ich gerne mehr Informationen. Warum? Normalerweise wird die deutsche Kolonialuniform immer in beige dargestellt. Diese Bluse wirkt in Ihrer Farbgebung schon eher grünlich. Fast wie die spätere Uniform des DAK. Zufall? Sondermodell? )





I. Weltkrieg: Marine und Luftwaffe






Zwischenkriegszeit und Nationalsozialismus




  Revolution, Spartakusaufstand














Ende der Weimarer Republik und Wiederaufrüstung











Der Nationalsozialismus, Gleichschaltung und Uniformierung der Gesellschaft








Vernichtung