Dienstag, 25. Mai 2010











Anbei noch zwei Bilder der Außenmauern sowie Impressionen aus dem Hahnenbachtal.














Nachfolgend der Bergfried der Unterburg aus verschiedenen Perspektiven. Er war ursprünglich natürlich viel höher. Beindruckt aber auch so immer noch. Da auf der Burg auch eine Campingmöglichkeit besteht hat die "Burgverwaltung" hier ein paar Räumlichkeiten eingerichtet, wo verwaltende Tätigkeiten ausgeübt werden.









Der Übergang von der Oberburg zur Unterburg.




Ein Übergang, der auf mehreren Steinbögen ruht und den oberen Burggraben überbrückt. Sicht von der Oberburg zur Unterburg sowie die Sicht aus umgekehrter Richtung.










Hier sieht man einige Aufnahmen von der Burg. Zunächst Bilder von der Oberburg:



Aufgang zur Oberburg mit Blick auf die Grundmauern des Wohnhauses (im Bild rechts). Der Palas der Oberburg: Außenansicht und Innenansicht.






Neben den Filmen habe ich auch noch jede Menge Photos geschossen. Zunächst ein paar Impressionen der Burg aus der Ferne.
Die Photos habe ich von den beiden Hügeln aus aufgenommen, die das Hahnenbachtal umfassen. Die Burg liegt auf einer Erhebung in der Mitte.






Sonntag, 23. Mai 2010

Na und weiter geht es mit zwei Filmchen von meinem Tripp. Hier seht Ihr schon mal etwas vom Hahnenbachtal und der Schmidtburg.
Viel Spaß.


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Freitag, 21. Mai 2010

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Heute habe ich meinen freien Tag damit verbracht auf den Spuren des Schinderhannes zu wandeln. Ich habe die Schmidtburg, die heute zur Ortsgemeinde Schneppenbach im Hunsrück gehört, besucht. Auf dieser Burg, ca. 15 km von Kirn an der Nahe entfernt, hauste um das Jahr 1800 Johannes Bückler, genannt der Schinderhannes. Die Burg ist nur noch eine Ruine. Endgültig geschleift wurde sie im Jahr 1688 während des pfälzischen Erbfolgekrieges. Bis 1792 hatten sich aber noch zumindest ein Haus, wohl auch noch ein paar Wirtschaftgebäude, auf der Anlage erhalten, denn es ist überliefert, dass der Trierer Amtmann Christoph Diel in diesem Jahr die Burg vor den französischen Revolutionssoldaten fluchtartig verließ. Dessen Frau starb 1798 auf der Burg.


„Na, wen haben wir denn da“, sagte der Scheele, während er sich zu seinen beiden Kumpanen umdrehte. „Wenn uns da mal nicht einer belauscht hat.“ Drohend baute er sich vor dem jungen Mann auf, der ruhig und abwartend den drei Räubern ins Gesicht blickte. „Habt Ihr den schon mal gesehen ?“, fragte der Scheele den Zimmerer und Schulz. Beide musterten den Kerl, schüttelten aber nach kurzer Zeit verneinend den Kopf. „ Nee, wenn ich den schon mal gesehen hätte, könnte ich mich sicherlich dran erinnern“, meinte der Zimmerer. „Wirkt doch schon ziemlich hochnäsig und arrogant für sein Alter. Meint Ihr nicht auch ? Na und so ein Vogel wäre uns doch sicherlich schon mal auf den Festen hier in die Quere gekommen.“ „Recht hast Du“, antwortete Schulz lachend. „Mit dem hät es bestimmt schon Händel gegeben. Na aber das hilft uns ja jetzt auch nichts weiter. Sag mal, Bursch, wer bist Du und wo kommst Du her ?“, fragte Schulz und richtete sich dabei an den jungen Mann. Dieser blieb allerdings weiterhin stumm. Auch nachdem der Scheele nunmehr begann an dem Gefangenen zu zerren und ihm leichte Stöße zu versetzen, gelang es den Dreien nicht, etwas aus ihm herauszulocken.
„Hmh,“ meinte Schulz, nachdem die Behandlung des Gefangenen noch ein paar Minuten in dieser Weise durchgeführt worden war, aber keine Ergebnisse erzielt hatte. „ So kommen wir hier wirklich nicht weiter. Ich denke es ist besser, wir bringen den Kerl zum Hauptmann.“ „Gute Idee antwortete der Zimmerer. Da wir aber hier auf Posten stehen, muss das ein anderer machen. Ich rufe mal die drei Jakobiner, die da drüben an der Hauswand lehnen. Die schauen ja eh schon hier herüber. Das können die erledigen.“
Gesagt, getan. Der Zimmerer ging auf die Gruppe Männer zu, die vor einigen Minuten vorbeigekommen war, und sich den Vorgang aus der Ferne betrachtet hatte. Auch wenn der Zimmerer dieser Gruppe der Räuberbande auch skeptisch gegenüberstand, so waren sie doch Kameraden. Was ihn – und auch seine Kumpane – an diesen Leuten störte, war das fanatische Gehabe. Alle stellten ihre Gesinnung zur Schau, in dem sie diese Jakobinermützen trugen, sich gern militärisch gaben, und sich mit Waffen ausstatteten, die hier in der Wildnis eher hinderlich waren. Fast ein jeder hatte einen Säbel umhängen, trug auffällige Schärpen um den Leib gewickelt, und gab sich großspurig. Sie bildeten einen geschlossenen Zirkel in der Räuberbande und der Zimmerer war sich nicht sicher, ob das auf Dauer gut gehen würde.
Als er die Gruppe erreichte, sprach er einen der Männer an, den er näher kannte. „Grüß Dich Seibert. Du musst mir einen Gefallen tun.“ Der so Angesprochene ging drauf gar nicht ein, sondern antwortete vielmehr: „Ach der Zimmerer. Ich dachte schon, was passiert da unten, als ich dieses Gerangel sah. Na jetzt wundert mich gar nichts mehr. Seid ihr Euch wieder einmal untereinander am Raufen, weil ihr denkt, das wäre die richtige Vorbereitung für unsere Raubzüge ?“ Die beiden anderen Männer begannen zu lachen, und der Zimmerer, obwohl er merkte, dass sein Blutdruck stieg, versuchte ruhig zu antworten „Komm Seibert, lass die Sticheleien. Die können wir gerne wieder ein anderes Mal aufgreifen. Na und dann können wir ja mal sehen, wer hier die bessere Vorbereitung hat. Aber dafür haben wir jetzt keine Zeit. Wir haben da unten einen jungen Kerl gefangen genommen, der sich im Gebüsch versteckt hatte. Keine Ahnung, ob er versucht hat uns zu belauschen, oder ob er sich da einfach verirrt hat. Ist ein ziemlich sturer Brocken, na und wir konnten ihm bisher keinen einzigen Laut entlocken. Ich denke es ist besser, wir bringen ihn zum Hauptmann. Der weiß in solchen Fällen eigentlich immer, was zu tun ist. Nun haben wir hier aber Wache zu halten, na und deshalb musst Du mir eben diesen Gefallen tun. Bring ihn doch mit Deinen Männern runter zur Ruine. Wir können hier nicht weg.“
Seibert, der aufmerksam zugehört hatte, merkte, dass nun wirklich kein Platz für das übliche Geplänkel unter den Männern war. Die Sache, das erkannte auch er, war wichtig für die Gruppe. Wenn sich einer wagte eine Räuberbande anzuschleichen, dann musste eine solche Person entweder lebensmüde oder sehr mutig sein. Na und das sollten ruhig einmal die Kommandeure raus bekommen, schoss es Seibert durch den Kopf. Die saßen ja in ihrem warmen Haus, oder lagen mit den Weibern in den Federn, während man selbst sich hier den Arsch abfror und patroullieren sollte. Man war doch nicht im Krieg!
„Natürlich machen wir das, Zimmerer,“ sagte Seibert. „Sachs, Knapp, kommt mit. Wir übernehmen dann den Kerl. Wir müssen uns ja nicht wegen allem streiten. Na und das hier scheint mir ja wirklich einmal wichtig zu sein. Komisch das Ganze.“
Die Gruppe begann sich nun in Bewegung zu setzen, und als sie zu dem Gefangenen kamen, ließ Seibert einen überraschten Pfiff ertönen. „Na, was ist das denn ?“, sagte er zu den anderen Männern. „Der hat ja eine Jakobinermütze auf. Wollte uns da einer imitieren oder ist es Überzeugung ? Aber kennen tue ich den Burschen nicht. Das ist auch keiner von unseren Leuten aus Mainz oder von der anderen Rheinseite. Der war ja noch viel zu jung, als wir uns aus der belagerten Stadt damals absetzten.“ „Der Scheele“ begann wieder die Augen zu rollen. „Komm Seibert,“ begann er, „nicht schon wieder die alten Geschichten. Ich kann sie nicht mehr hören.“ Seibert grinste nur, schaute den Zimmerer an, und sagte. „Alles klar. Ich übernehm den jetzt. Sei froh, dass wir uns eben schon geeinigt hatten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns nie richtig verstehen werden. Aber in diesem Fall hier müssen wir einfach zusammenhalten. Sachs, gib mir doch mal den Strick, den Du immer bei Dir hast.“ Als Seibert von seinem Kumpan den Strick zugeworfen bekam, wurde der Gefangene doch unruhig. Er versuchte sich von dem Scheelen loszureißen, doch der hatte den Jüngling mit seiner eisernen Faust umschlossen, na und da war nichts zu machen. Seibert ging auf den jungen Mann zu, und sprach beruhigend auf ihn ein. „Komm Jüngelchen. Noch hängen wir Dich nicht auf. Ich will Dir nur die Hände binden, denn den Rest können unsere Hauptleute erledigen. Dafür sind sie doch da.“ Seibert riss die Hände des jungen Mann nach vorn und legte ihn in kürzester Zeit in Fesseln. Seinen Widerstand hatte der Gefangene auch schon aufgegeben, nachdem er erkannt hatte, dass es ihm nicht an den Kragen gehen sollte. Zudem war es ihm auch klar, dass er gegen sechs Männer keine Chance hatte.
Als der nunmehr sicher Gefesselte im Kreis der Männer stand, befahl Seibert seinen Männern die Waffen zu ziehen. „Wenn er flüchten sollte, versucht ihn erstmal niederzuschlagen. Nicht direkt schießen. Wir brauchen ihn lebend, denn wer weiß, was er für Informationen bei sich hat.“ Sachs und Knapp nickten zustimmend, machten ihre Waffen fertig, nahmen den Jüngling in ihre Mitte und setzten sich in Bewegung.
Seibert nickte nochmals den drei anderen zu, die der abziehenden Truppe nochmals kurz hinterherblickten.

Anbei das Bild von Seibert (Pistole), Sachs (Säbel) und Knapp (Gewehr), die ihren Gefangenen zu den Hauptleuten eskortieren.