Mittwoch, 19. Oktober 2016

1/72 Dioramen im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Dresden

Ich hatte nunmehr zum zweiten Mal die Möglichkeit – und die Freude – das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden zu besuchen.

Wenn ich Euch einen kleinen Tipp geben darf: Einfach zwei Freundesgruppen aufbauen, die sich unabhängig voneinander für Geschichte interessieren. Na und schon hat man auch die Möglichkeit eine Location zweimal zu besuchen.
Mein erster Besuch in Dresden hatte mich einfach überwältigt. Ich wollte Euch schon früher ein paar Bilder zeigen, musste aber feststellen, dass aufgrund der Fülle der Exponate meine Fotoausbeute irgendwie merkwürdig war: Zwar viele Fotos, aber ziemlich zusammenhanglos. Für einen Bericht überhaupt nicht wirklich geeignet.
Ein Grund dafür war, dass wir uns 2013 viel zu lange in einer Sonderausstellung zu Napoleon aufgehalten hatten, und dann den Rundgang im MHM nicht mehr konsequent durchführten.
Jetzt, beim zweiten Mal, habe ich mich 5 ½ Stunden im MHM aufgehalten. 5 Stunden habe ich fotografiert. 5 Stunden. 3 Akkus leergeschossen.
Dabei musste ich feststellen, dass die Fülle der Exponate mein übliches Reporting sprengen würde.
Es wäre auch ein falsches Herangehen an das Museum.
Das Museum kommt – zum Glück – modern und thematisch daher. Es zeigt nicht nur reine Militärgeschichte. Ist nichts mehr für reine Knöpfchen- und Nietenzähler, obwohl diese auch auf Ihre Kosten kommen.
Das Museum thematisiert einfach bestimmte Blickfelder in einem erweiterten Aspekt. Betrachtet auch soziokulturelle Aspekte, Randthemen, abstrahierte Zugänge zur Militärgeschichte. Zeigt viele „zivile“, ja manchmal nicht direkt greifbare Themen.
Neben der chronologischen Ausstellung gibt es noch eine Reihe von Thematiken, die vor allem in Stockwerk 2 und 3, aber auch in dem durch das Gebäude getriebenen Keil des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind zu finden sind.
Was gab es für einen Aufschrei, als das Museum neukonzeptioniert wurde. Die Diskussion ist immer noch präsent, wenn auch mittlerweile abgeebbt.
Die Museumsleitung ist nicht unglücklich darüber. Nichts ist besser als Diskussion, als Querdenken. So kommt man in die Medien, wird immer wieder thematisiert, wird populär. Was will man eigentlich mehr. na und das im Grunde ohne eigenes Zutun.
Eine interessante Aussage eines Museumsführers blieb mir im Gedächtnis. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen reinen Zweckbau. Zwischen 1873 und 1877 erbaut, wobei der Rohbau in kürzester Zeit – nur ein paar Monate – entstand, was man heute noch auf dem zweiten Blick sehen kann. Denn bei genauem Hinsehen erkennt der Betrachter sogar  „Pfusch am Bau“, und das obwohl das Gebäude einfach beeindruckend, fast wie ein Palast, wirkt: Der Dachgiebel an der rechten Ecke des Gebäudes ist bis heute schief. Das sieht man aber wirklich nur, wenn ein Ortskundiger darauf hinweist.
Selbst der Name des Architekten ist nicht bekannt, nur dass er aus der Semperschule stammt. Warum? Weil der Bau hier in der Albertstadt - eine der größten zusammenhängenden Kasernenanlagen Deutschlands nebenbei bemerkt - als nicht besonders betrachtet wurde. Der Mittelpunkt der Anlage, eben das Arsenal, in dem sich heute das Museum befindet, war nur ein Normbau der damaligen Zeit. Ein Zeughaus, ein Zweckbau, eben. So etwas braucht keine spezielle Erwähnung. Geschweige denn die Erwähnung eines Architekten.

Die Zerschneidung des Gebäudes durch den Keil von Libeskind wurde und wird von vielen als Sakrileg empfunden. Als weitere Zerstörung eines historischen Gebäudes von Dresden.

Betrachtet man allerdings die Ursprungsgeschichte des „profanen Baus“, dann wird diese Sichtweise aber relativiert. Zweckbauten kann man umformen. Man kann sie neu definieren.
Kein Problem – eigentlich -, weil ... es handelt sich um keine Kathedralen, wenn auch Militärenthusiasten sie als Tempel der Weisheit bezeichnen wollen.
Ich  finde den Keil gelungen. Er zerstört das Gebäude nicht. Er ergänzt ihn um neue, wichtige Aspekte.

Na und außerdem beinhaltet er eine für mich sehr wichtige, wenn auch kleine, Sammlung in einem seiner Teile, die für mich aus drei Gründen wichtig ist.
1) Wurden die Exponate dieses Teils von meinem Freund Jens Najewitz – in Zusammenarbeit mit Maik Rhode – angefertigt.
2) Wird hier die Miniatur, als perfektes Anschauungsbeispiel ins Zentrum gerückt, und das in einem Museum, das sehr modern daher kommt, und dennoch wohl der Meinung ist, dass der gute, alte Modellbau immer noch durchaus in der Lage ist, dem Betrachter ein stimmiges Bild zu vermitteln.
3) Die verwendeten Miniaturen aus meinem Nostalgie- und Lieblingsmaßstab 1/72 sind; für mich quasi alte Bekannte, hatte ich sie doch alle mal in der Hand und schon sehr intensiv betrachtet.
Ach, ich mag 1/72.
Na und genau weil diese drei Gründe da sind,  genau deshalb, bilden sie auch den Grund, warum ich DIESEN und keinen anderen Bericht, als Eröffnungsartikel für meine Berichtserie über das MHM nutzen will.
Na und jetzt habe ich es auch schon verraten. Meine lieben Leser …. es wird nicht bei dem einen Bericht bleiben.
Wie gesagt: Das Museum erschließt Aspekte thematisch, und deshalb werde ich auch unterschiedliche Themen in unterschiedlichen Berichten abhandeln.
Aber heute, da geht es um eines um…
die „Formation der Körper“.
So heißt nämlich dieser Bereich des Museums und was dargestellt werden soll, wird dann auch auf einer großen Beschreibung erklärt: „… Die Kraft des Einzelnen wird durch die Formation der Vielen wirkungsvoll und zielgerichtet verstärkt… Formationen kennzeichnen das Kriegswesen. Beim Angriff entwickelte die formierte Masse eine große Stoßkraft. In der Verteidigung schützte sie den Einzelnen … Im Verlauf der Kriegsgeschichte wurden sie bewusst den Entwicklungen von Waffentechnik und Gefechtstaktik angepasst…“

In diesen Sätzen ist genau das beschrieben, was Jens als Auftrag hatte, und was er der Museumsleitung in Form von Dioramen dann auch lieferte. In Form von 1/72 Dioramen wohlgemerkt.
Hier mal ein Überblick über die Vitrinen, die diese Dioramen beherbergen.


Leider – für mich leider – sind diese Dioramen erst auf den zweiten Blick ersichtlich.
Warum?!?
Man muss Schubladen herausziehen!
Wie Ihr sehen könnt, habe ich das dann auch getan: Erst mal alle aufmachen, damit man auch ein anständiges Übersichtsbild bekommt.
In einem weiteren Bericht werde ich noch einen anderen versteckten Schatz zeigen, der vor allem meine Freunde der napoleonischen Geschichte erfreuen wird (HäHäHä. Spannungsbogen schon mal bei den Napoleonikern aufbauen… VIVE L’EMPEREUR)
Ich persönlich mag diese versteckten Sachen in Museen überhaupt nicht. Ich hasse sie. Weil, ja weil, ich sie einfach viel zu oft übersehe. Nicht nur in Dresden. Einfach überall.
Menschen nehmen unterschiedlich Sachen auf. Diese Schnitzeljagdnummer mag ja gelben oder erdgrünen Typen gefallen (Denktypen nach Max Lüscher http://www.searchandtrain.de/insights/insights-grundfarben.html   https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCscher-Farbtest  ).
Mich, als Anteil Kalt-Blauen nerven sie. Als Anteil Roter Typ, der ich ja auch bin, könnte ich ausflippen und laut schreien.
Jetzt müsste man mal analysieren, wie die prozentuale Verteilung der Menschen nach dieser Farbentheorie ist.
Ich würde mal sagen, liebe Museumsleitung, wenn wir schon einmal bei Denkmustern bleiben, vielleicht sind sie ja Pareto verteilt. Na und das würde bedeuten, dass Minimum 20%, wenn nicht gar 80%, Eurer Besucher diese Schubkästen gar nicht wahrnehmen.
Zonk.
Schade eigentlich.
Ich hoffe jedenfalls, dass dieser Modetrend in naher Zukunft mal wieder beendet wird.
ICH HASSSE ES !!!!!!!!!!!
Zurück zu den Exponaten. Insgesamt werden 9 Formationen dargestellt. Quer durch die Jahrhunderte. Beginnend mit einer Makedonischen Phalanx und Streitwagen bis hin zu einem vorgehenden Schützentrupp in aufgelockerter Ordnung im Zweiten Weltkrieg.
Hier nun die einzelnen Exponate. Von links nach rechts. Von neu nach alt.
Die Dioramen sind in die Schubkästen eingelagert und können leider nur von oben durch eine Glasscheibe fotografiert werden. Somit sind die Bilder zum Teil suboptimal. Das weiß ich, aber mit diesem Kompromiss muss man halt leben.
„Schützentrupp aufgelockerte Ordnung im Zweiten Weltkrieg“




Man sieht sehr schön wie ein Schützentrupp gedeckt durch MG Trupps neue Stellungen bezieht.
Der einzelne Soldat ist individualisiert. Man geht zwar in Gruppen vor, aber nutzt alle Deckungsmöglichkeiten aus. Das Vorgehen erfolgt geduckt, kriechend, gedeckt.
„Feuerlinie preußische Infanterie im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71“




„Ungeachtet der zwischenzeitlichen Einführung schnell feuernder Waffen ähnelte die Gefechtstaktik europäischer Heere um 1870 noch stark jener der Napoleonischen Kriege. Zwar wurde das Schützengefecht in lockerer Ordnung geführt, doch erfolgten Angriffe nach wie vor in massiven Kolonnen“.  (Museumstext)
Diese Aussage stimmt nicht ganz. Der Anmarsch erfolgte in massiven Kolonnen. Diese wurde aber bei Erreichen der Kernschussweite in aufgelockerter Schützenordnung vorgetragen. Diese aufgelockerte Schützenordnung ist allerdings massiver, als die, die man heute kennt. Man ging in aufgelockerten Linien, nicht in Einzelgruppen vor.
„Abwehr eines österreichischen Reiterangriffs durch bayrische Infanterie, 1809“




Sehr schönes Thema. Vor allem, weil mal keine französische Attacke auf ein englisches Karree dargestellt wird. Die Bildung eines Karrees zum Abwehr von Reiterangriffen, der Versuch in die Ecken Artillerie zu platzieren, und die Überlegungen, wie breche ich dieses Karree, sind ja Standard in allen Armeen der napoleonischen Kriege.
„In Linie formierte französische Infanterie im Kampf mit französischen Plänklern, gefolgt von einer Sturmkolonne, um 1806“



Hier wird eine der Grundformationen napoleonischer Kriegsführung gezeigt. Na und es sei einfach auch mal bemerkt, dass in der Anfangszeit die Kolonnentaktik der Franzosen sich gegenüber der Lineartaktik der Gegner als durchaus überlegen zeigte. Die späteren Erfolge britischer Armeen werden ja heute mathematisch erklärt. „Viel mehr Musketen in zwei Reihen, als in der Kolonne.“
Das ist zu einfach.
Erfolge beruhten und beruhen noch heute viel mehr auf Moralaspekten, auf überlegener Taktik und Schwerpunktbildung, auf fähigen Offizieren und gut ausgebildeten Mannschaften.
Hätte Napoleon bei Waterloo gewonnen, wäre die französische Kolonne mit vorgeschobener Plänklerlinie die Königin des Schlachtfeldes geblieben und würde auch noch heute gefeiert werden.
VIVE L’EMPEREUR.
„Gefechtslinie österreichischer Infanterie in den Schlesischen Kriegen“



Ich persönlich finde die Anordnung der Truppen sehr gut gelungen. Eine Linie konnte durchaus geschwungen sein. Das hat Jens hier sehr gut gelöst. Es war nämlich sehr schwer Truppen in Linearformation kerzengerade nach vorne zu bringen. Nicht zuletzt deshalb griffen die hastig ausgehobenen französischen Revolutionstruppen auf die Kolonnentaktik zurück, weil diese beim Anmarsch einfacher war. Man beachte auch die dreigliedrige Anordnung. Zu diesem Zeitpunkt war die Steinschlossmuskete die wichtigste Waffe, deren Effektivität durch Salvenfeuer gezielt verbessert wurde.
„Tercio (von span. „Ein Drittel“) kaiserlicher Infanterie während des 30-jährigen Krieges“


Eine sehr schöne Darstellung des Pikenblocks mit Musketieren an den Seiten. Man sieht die Kompaktheit eines solchen Tercios sehr deutlich. „Pikeniere sicherten Standfestigkeit und Stoßkraft“, während die Musketiere quasi den mobilen Teil bildeten und mal an den Ecken, mal an den Seiten positioniert wurden.
„Die englische Verteidigungslinie bei Azincourt, angegriffen von französischen Rittern, 1415“



Der Klassiker schlechthin. Die vorstürmenden Ritter scheitern an den englischen Langbogenschützen. Mit hätte hier die Darstellung einer hussitischen Wagenburg, die sich gegen angreifende Ritter verteidigt besser gefallen, ist diese Kampfform doch viel typischer für die deutsche Geschichte des Spätmittelalters, als die Schlacht bei Azincourt.
„Römische Fußtruppen im Kampf mit germanischen Kriegern, frühe Kaiserzeit“




Hmhhh, meine Herren. Da muss ich meckern. Stimmt nicht. Das sind Römer der karthagischen Kriege. Da liegen fast 300 Jahre dazwischen. Dargestellt wird der Aufmarsch in Manipeln, die auf Lücke vormarschieren und plänkelnde Veliten sind in der Front. Die klare Unterscheidung zwischen Principes, Hastati und Velites gab es seit der marianischen Reform nicht mehr.
Jens … lass mal Deine Kontakte spielen, dass die Beschreibung hier geändert wird.
Denn die Kernaussage, disziplinierte Legion in geschlossener Formation, gegen stürmende gallische oder germanische Krieger, stimmt ja. Nur die Epoche ist halt falsch
„Makedonische Phalanx und angreifende persische Streitwagen, 333 v. Chr.“



Man sieht sehr schön die tiefgestaffelte, kompakte makedonische Phalanx, die zwar sehr unbeweglich war, aber perfekt von der wendigen makedonischen Kavallerie unterstützt wurde.
Soweit die Übersicht über die Dioramen.
Ebenso befindet sich noch ein ganz spezielles Diorama an der Wand, ebenso von Jens gestaltet. Hier ist die Marschkolonne der 11. Königlich bayrischen Infanteriedivision mit 13.000 Mann, Wagen und Pferden dargestellt. Die Konzeption quasi als Fries an der Wand erschließt sich nicht direkt.








Aus der folgenden Perspektive wird es klarer.


So eine Division nimmt wirklich einen langen, langen Raum ein.
Die einzige bemalte Figur stellt den bayrischen Leutnant Josef Ritter von Steiner dar.


Näheres entnehmen sie den beiden folgenden Bildern mit den Texten aus dem Museum.


Weiter wird in diesem Bereich noch auf die Uniformität hingewiesen. Gleiche Waffen, gleiche Uniformen, der „vermessene“ Mensch, die militärische Ordnung und ihre Kennzeichen, Exerzieren und Drill.





Um die Ecke finden sich dann auch noch drei Schlachtenbilder und zwei  in den Boden eingelassene Fahnen des II. Bataillons , 7. Königs Infanterie Regiment 6 und I. Battaillon, IR Freiherr von Sparr (3. westf.) Nr. 16., die das Thema Feldzeichen und Ihre Bedeutung dem Betrachter näherbringen sollen.




Lustiger Weise hat just an dieser Stelle im Museum auch ein Modell der Gorch Fock seinen Standort gefunden. Lustig, weil Jens zufälligerweise auf Ihr gefahren ist. Was ein Zufall.

Was aber sehr, sehr speziell in diesem Bereich des Museums ist: Die ganze Zeit ertönt ein merkwürdiges, monotones, schrilles, an den Nerven zerrendes Geräusch. Nebenbei blitzt es dann auch noch auf. Hier werden zusammengemixte, originale Kriegsgeräusche in Dauerschleife wiedergegeben, und im anschließenden Schacht des Museums werden fallende Bomben gezeigt, die Hin- und Wieder durch Blitze illuminiert werden.

Das nervt wirklich. Soll ja auch so sein. Ist pure Absicht. Denn gegenüber sind dann ja auch die Leiden des Krieges thematisiert. Die Botschaft ist verstanden, und auch nicht schlecht.
So etwas lädt allerdings nicht zum Verweilen an dieser Stelle ein. Schade. Ich denke, nur 10% machen die Schubladen auf. Umpf.
Zum Abschluss sei noch eines gesagt. Jens meint ja immer in Gesprächsrunden, wenn wir mit Wargamern zusammen sitzen … Ach Figuren. Interessieren mich nicht mehr, male ich nicht mehr an. Nicht mehr mein Ding.
Ach was. Zählt mal die Figuren der Dioramen zusammen. Das sind schon einige; na und alle selbstbemalt. Na und über das Maltempo rede ich jetzt gar nicht.
Dummerweise hat er sie ans Museum verkauft. Ach was das schöne Wargaming Armeen geworden wären.
Ich hätte auch ein paar Schubladen dafür freigemacht.


For the second time, I had the opportunity - and the joy - to visit the Military History Museum of the Bundeswehr in Dresden.
If I can give you a little tip: simply build two friend groups, which are independently interested in history. Well and you have the opportunity to visit a location twice.
My first visit to Dresden simply overwhelmed me. I wanted to show you a few pictures before, but had to realize that due to the abundance of exhibits my photo exploitation was somehow strange: Although many photos, but quite incoherent. For a report not at all really suitable.
One reason for this was that we had stayed in a special exhibition dealing with Napoleon (VIVE L’EMPEREUR) for too long in 2013, and then did not carry out the tour in the MHM more consistently.
Now, the second time, I spent 5 ½ hours in the MHM. I photographed 5 hours. 5 hours. 3 rechargeable batteries were down at the end.
In doing so, I had to realize that the abundance of the exhibits would break my usual reporting.
It would also be a wrong approach to the museum.
The museum is - fortunately - modern and thematic. It shows not only pure military history. No more a museum for pure knob and rivet counters.
The museum simply focuses on specific aspects of military history in a wider aspect. You will find sociocultural aspects, peripheral themes, abstracted approaches to military history, many "civil", sometimes not directly tangible topics.
In addition to the chronological exhibition, there are also a number of themes which can be found mainly in floors 2 and 3, but also in the building-driven wedge of the American architect Daniel Libeskind.
There was an outcry when the museum was newly conceived. The discussion is still present, though now subsided.
The museum management is not unhappy about it. Nothing is better than discussion and cross-thinking. This is how you get into the media. That’s the way to become popular. What do you want more?
I remember an interesting statement by a museums guide in Dresden. The building is a purely purpose-built building. Built between 1873 and 1877, the shell itself was built in a very short time - just a few months -, which can still be seen on a second glance. For, on closer inspection, the viewer even recognizes a mistake: The gable on the right corner of the building is still tilted. You can only see this when a local expert points it out.
Even the name of the architect is not known, except that he was a an architect from the Semperschool.
Why? Because the building here in the Albertstadt - one of Germany's largest connected barracks facilities by the way - was not regarded as particularly special. The centerpiece of the complex, the arsenal in which the museum is today, was only a standard building of the time. A weapons chamber, a purpose building, no more. Such a thing needs no special mention. Let alone the mention of an architect.
The fragmentation of the building by the wedge of Libeskind has been, and still is, seen by many as a sacrilege. As a further destruction of a historic building of Dresden.
If, however, one examines the origin history of "profane construction", this perspective is relativized. Useful buildings can be converted. You can redefine them.
No problem - actually - because ... they are not cathedrals, even though military enthusiasts want to call them a temple of wisdom.
I find the wedge successful. It does not destroy the building. It supplements him with new, important aspects.
Well, besides, he has a very important, if small, collection in one of his parts that is important to me for three reasons.
1) The exhibits of this part were made by my friend Jens Najewitz - in collaboration with Maik Rhode.
2) The miniature was chosen as a perfect visual example to show military formations, and this in a museum, which is very modern. But nevertheless the opinion seems to be,  that the good, old model building is still quite capable to give the viewer a coherent picture.
3) The miniatures used are from my nostalgia and favorite scale 1/72; so, for me, quasi old acquaintances. I owned them all and loved the figures.
Oh yes, I really like the 1/72 scale.
Well, and because of these three reasons, I want to use THIS and no other report as an opening article for my report series on the MHM.
Well, and now I've already betrayed it. My dear readers .... It will not remain with the one report.
As I said, the museum explores aspects in a thematic way, so I will deal with different topics in different reports.
But today, this is about ...
the "Formation of bodies".
A large description explain it in the museum: "... The power of the individual is enhanced and made more effectice by the formatioon of the many ... Formations are a key feature of warfare. When attacking they can develop an enormous force. When defending, they protect the individual. Over the course of military history, they have been consciously adapted to advances in weaponry and tactics... "
The sentences exactly describe what was the order for Jens, and what he supplied to the museum management in the form of dioramas. In the form of 1/72 dioramas well-considered.
Here is an overview of the showcases that house these dioramas. Unfortunately - for me, unfortunately - these dioramas are only visible at second sight.
Why?!?
You have to pull drawers out!
As you can see, I have done this: First of all open up, so that you also get a decent overview picture.
In another report, I will present another hidden treasure, which will delight my napoleonic enthusiasts (VIVE L'EMPEREUR).
I personally do not like these hidden things in museums at all. I hate them. Because, yes, I simply overlook them too often. Not only in Dresden. Simply everywhere.
Back to the exhibits. A total of 9 formations are presented. Through the centuries. Beginning with a Macedonian phalanx and chariots, to a attacking rifle squad  with machine gun support in the Second World War.
Here are the individual exhibits. Left to right. From new to old.
„German rifle squad with machine gun suppport in WW II“
The individual soldier is individualized. You may be in groups, but use all cover options: crouching, creeping, covered.
„Firing line of Prussian Infantry in the Franco-Prussian War of 1870/71“
The battle tactics was still very much the same as in the napoleonic wars. The advance was in columns, but the attack was in a loose order. Here the description in the museum is a little bit misleading.
„Bavarian infantry units repelling an Auustrian cavalry attack, 1809“.
Very nice theme. Especially because no french attack on an english square is presented. The formation of a square to defend against cavalry, and the reflections of how I can break this square, are standard in all the armies of the Napoleonic wars
„Prussian infantry in line formation fighting French skirmishers, followed by an assault column, c. 1806“
Here one of the basic formations of Napoleonic warfare is shown. In the early days of napoleonic history, the column tactics of the French showed themselves superior to the lineartactics of the opponents. The later successes of British armies are today mathematically explained. "Much more muskets in two rows, than in the column."
That is too easy.
Victory is much more based on morality aspects, superior tactics and focus, skilled officers and well-trained teams.
If Napoleon had won at Waterloo, the French column, with its deployed skirmish line, would have remained the queen of the battlefield, and would still be celebrated today.
„Figthing line of Austrian infantry units in the Silesian War“
I personally find the arrangement of the troops very well managed. A line could be quite swinging. Jens has worked very well here. It was very difficult to bring troops in linear formation to the front. At this time, the stone-lock musket was the most important weapon, the effectiveness of which was enhanced by salvo fire.
„Tercio (Spanish" one third ") of imperial infantry during the 30-years War"
A very beautiful representation of the pike block with musketeers on the sides. The compactness of such a Tercio is very clear. "Pikemen secured stability and impact", while the musketeers formed almost the mobile part and were positioned at the corners, sometimes at the sides.
"English defense line at the battle of Azincourt, attacked by French knights, 1415"
The classic par excellence. The advancing knights against the longbow. For german history a hussite waggon camp would be much more representative than the battle of Azincourt.
„Roman foot troops fighting Germanic warriors , early imperial area“
Hmhh, gentlemen. I have to complain. That's not true. These are Romans of the Carthaginian wars. There are almost 300 years in between. The clear distinction between Principes, Hastati and Velites has not existed since the Marian reform.
Jens ... let your contacts play, that the description is changed here.
But the main message is shown correctly: Disciplined legion in a closed formation, against storming Gallic or Germanic warriors. Only the epoch is just wrong
„Macedonian phalanx attacked by Persian chariots, 333 BC"
One can see very well the deeply staggered, compact Macedonian phalanx, which was very immobile but was supported by the agile Macedonian cavalry perfectly.
As far as the overview of the dioramas.
There is also a very special diorama on the wall, as well designed by Jens.
Here the marching column of the 11th Royal Bavarian Infantry Division with 13,000 men, wagons and horses is depicted. The conception as a frieze on the wall does not open up directly.
From the following perspective, it becomes clearer.
Such a division really takes a long, long space.
The only painted figure is the Bavarian lieutenant Josef Ritter von Steiner.
For further information please have a look at the following two pictures with the texts from the museum.
Further attention in this part of the musuem is drawn to the uniformity of soldiers: Same weapons, same uniforms, the "measured" man, military organisation and ist distinguishing features, exercise and drill.
Around the corner there are three paintings and two flags - of the Second Battalion, 7th Infantry Regiment 6 and of the 1st Battalion Infantry Regiment Sparr (3rd Westphalian) No. 16.  Here the importance of colours and standards are explained.
It was a pleasure to see a model of the Gorch Fock found at this location in the museum. Funny, because Jens was a crewmember years ago. What a coincidence.
But what is very, very special in this area of ​​the museum is the following: All the time a strange, monotonous, shrill, nervous sound is around you. Here, original war sounds are mixed and reproduced in a loop. Also in the adjoining shaft of the museum, falling bombs are displayed and they are illuminated sometimes by flashes of lightning.
This is really annoying. Should be so. It‘s pure intention. The message is understood, and not bad either.
However, this does not invite you to stay at this place. A strange mood surrounds you. Very sad.
Finally, let's say one thing.
Jens always says in conversations, when we sit together with wargamers ... Oh miniatures. I do not care anymore. I do not paint anymore. No longer my thing.
What? Count the figures of the dioramas.
Unfortunately, he sold them to the museum. Oh, what beautiful wargaming armies.
I would have also find a few drawers.

Kommentare:

  1. Looks like a wonderfull museum! And with dio's in the right scale! Thanks for sharing!

    Greetings
    Peter

    AntwortenLöschen
  2. Hi Peter,
    Yes the museum is really great. I will show you the exhibtion in following articles.

    AntwortenLöschen