Donnerstag, 12. Oktober 2017

Oliver Speltens - Die Verlorene Armee

Wenn man sich mit Comics des Zweiten Weltkriegs beschäftigt, ist es durchaus legitim an den Anfang einer solchen Betrachtung folgende Fragen zu stellen:


  1. Ist so etwas generell geschmacklos?
  2. Ist ein Comic das richtige Medium die Brutalität der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs zu rezipieren?
  3. Verkürzt der Comic nicht die Geschehnisse auf ein solches Minimum, dass seine Glaubwürdigkeit und seine Botschaft von vornherein in Frage gestellt werden können?
  4. Warum überhaupt ein Comic?






Man könnte hier noch mehr ausführen, ich möchte es aber bewusst bei diesen 4 Kernfragen belassen.
Ich selbst kam ja bereits sehr früh, als Kind, mit diesem Medium in Kontakt. An dieser Stelle meines Blogs hatte ich über die Comics von Pierre Dupuis berichtet.
https://thrifles.blogspot.de/2016/09/pierre-dupuis-der-zweite-weltkrieg-in.html

Erst durch die Neuauflage dieser Comicreihe habe ich überraschender Weise festgestellt, dass mich die Dupuis Comics genau aus dem Grund fasziniert haben, der auch heute noch für viele seiner Rezensenten bei der Bewertung seiner Bände entscheidend ist: Die Art und der Stil, wie Dupuis die Technik zeichnet, ist das Überragende. Ob Schiffe, Panzer, Flugzeuge … er trifft den Look der historischen Vorlagen. Auch bei den sehr anschaulich dargestellten Kämpfen, steht die Technik im Vordergrund.
Dupuis Geschichte zeigt zudem bedeutende Persönlichkeiten, die beim Leser natürlich einen Wiedererkennungswert wach rufen. Hitler, Stalin, Churchill, Roosevelt kommen genauso vor wie diverse Generale und Feldmarschälle beider Seiten. Gleichzeitig "schafft er" noch Persönlichkeiten, indem er fiktive Charaktere kreiert, die in den einzelnen Bänden der Comicreihe regelmäßig auftauchen, die Storyline vorantreiben und diese somit um einen persönlichen Aspekt erweitern.
Wenn auch die Comics von Dupuis in Deutschland quasi den Stellenwert einer Pionierarbeit einnehmen, sie deshalb mittlerweile auch in Neuauflage erscheinen, so kann man sie als Teil eines Trends bezeichnen.
Mittlerweile sind nämlich diverse Comicreihen zum Thema Zweiter Weltkrieg erschienen, und ich möchte Ihnen einige dieser Publikationen vorstellen.
Dabei gibt es unterschiedliche Reihen: Historische Erzählungen, fiktive historisierende Erzählungen vor einem realen Hintergrund, Technikcomics, Scifi und Weird War Comics.

Bevor ich mich der Comicserie zuwende, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, will ich allerdings meine persönliche Meinung zu den oben genannten Fragen darlegen.
Der Comic ist eine Kunstform. Darüber ist man sich mittlerweile nicht nur in Fachkreisen einig. Indirekt beantworte ich damit auch meine Frage 1.
Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Darstellung kriegerischer Ereignisse, auch des Zweiten Weltkriegs, in Comics durchaus seine Berechtigung hat. Im Grunde ähneln Comics Gemälden. Der Künstler will seine Sicht auf die Ereignisse darstellen, und zwar unter ganz bestimmten Aspekten. Das ist durchaus legitim und nicht geschmacklos.
Eine solche künstlerische Betrachtungsart generell in Frage zu stellen, würde soviel bedeuten wie den Anspruch des Künstlers nicht zu verstehen, ja sogar ihn nicht verstehen zu wollen.
Was uns allerdings bei der Betrachtung von Comics gerade aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges irritiert, ist die scheinbare Ähnlichkeit mit Propagandaplakaten aus dieser Epoche. Ein Großteil der Plakate war eben gezeichnet, und so scheinen auch Comics auf den ersten Blick merkwürdig. Manche Kritiker werden sogar Ähnlichkeiten feststellen. Das liegt allerdings nur daran, dass eben ein gezeichneter deutscher Soldat des Zweiten Weltkriegs, eben so aussieht, wie ein gezeichneter Soldat des Zweiten Weltkriegs. Propaganda, auch neonazistische, hiervon zu trennen, und nicht mit einem Comic gleichzusetzen, der Geschichte erzählen will, ist dabei extrem wichtig.
Auch sollte nicht vergessen werden, dass der Comic schon im Dritten Reich als Propagandamittel genutzt wurde. Ich erinnere hier an die sogenannten "Bilderbogen vom Kriege".
( http://www.comicforschung.de/dtcom/2.weltkrieg.html )
Diese Tatsachen erschweren manchen Betrachtern den Zugang zur Kunstform Comic.
Der Missbrauch des Comics und der zeichnerischen Darstellung als Mittel der Propaganda, schockt so manchen Leser, und hindert ihn daran modernen Comics eine Chance zu geben.
Ein weiteres Problem ist der Stellenwert des Comics in der deutschen Medienlandschaft. 1/6 des französischen Buchumsatzes kommt aus dem Bereich Comic. In Deutschland ist das einmal gerade 1/20. Wir tun uns generell schwer mit dem Genre; das Thema Zweiter Weltkrieg erleichtert das nicht unbedingt.
Ob ein Comic jetzt überhaupt das richtige Medium ist Brutalität und Ereignisse des Zweiten Weltkriegs zu rezipieren, lässt sich einfacher beantworten.
Ja; es ist zumindest EIN Medium von vielen.
Nimmt man beispielsweise die von der Fachwelt gefeierten Tardi Comics zum Ersten Weltkrieg, dann muss man Frage 2 mit Ja beantworten. Gerade bei der Rezeption der Werke von Jacques Tardi wird immer wieder darauf verwiesen, dass sein Stil ideal dafür ist das Grauen des Grabenkrieges darzustellen. Diesen Zugang zum Thema erreichen auch andere Comiczeichner.
Dass der Comic gewisse Inhalte verkürzen muss, liegt allerdings in der Natur der Sache. Auf 48-64 Seiten kann man nicht alle Aspekte ausführlich behandeln. Eine gewisse Reduktion ist somit zu erwarten, und nach meiner Meinung im Medium begründet und fast unumgänglich.
Eine solche Verkürzung kritisiert beispielsweise Ole Frahm in seinem Vorwort zum zweiten Band der Neuveröffentlichung der Dupuis Comicserie "Der Zweite Weltkrieg in Bildern". Für ihn ist die Darstellung des Holocaust durch Dupuis zu verkürzt und oberflächlich.
Die Kritik ist aus heutiger Sicht berechtigt, nur ähnelt der Comic Dupuis erschreckend der "Fachliteratur" der 70er Jahre. Auch hier wurde die Thematik des Holocaust in Publikationen über den Krieg teilweise, wenn nicht gänzlich, ausgeblendet.
Erst die neuere Geschichtsschreibung hat sich dem Thema gestellt, und auch einen anderen Zugang dazu gefunden. Man sollte somit die Rezeption der 70er Jahre im generellen, nicht nur bezüglich auf das Genre Comics, kritisieren.
Tatsache bleibt aber, dass die Frage 3 im Grunde das größte Problem darstellt. Es bleibt festzuhalten, dass hier teilweise komplexe Fragestellungen in der Tat verkürzt dargestellt werden. Das führt natürlich auch auf Seiten des Lesers zu einer gewissen Skepsis, vielleicht auch auf Ablehnung. Ich würde allerdings nicht soweit gehen und damit Glaubwürdigkeit oder Botschaft eines guten Comics in Frage stellen.
Comics aus dem Grund der Verkürzung abzulehnen, kann ich persönlich sogar nachvollziehen. Ich selbst muss allerdings sagen, dass ich keine allumfassenden, quellenkritischen Darstellungen in diesem Genre erwarte. Deshalb kann ich persönlich sehr gut mit der Reduktion umgehen.
Warum überhaupt ein Comic? Diese abschließende Frage, die ich gestellt habe, hat viele Parallelen zur Frage 1. Wenn man ein Comic als eine Kunstform betrachtet, erübrigt sich Frage 4.
Warum nicht, könnte man ganz einfach antworten.
Der Comic kann abstrahieren. Der Comic kann durch seine Bilder sprechen. Eben das ist ja die Stärke. Dabei kann gerade durch Farben, durch Malstile viel erreicht werden. Bilder prägen sich so ein; sprechen für sich, bleiben haften.
Gerade für eine junge Generation sind Comics sehr interessant, weil sie eben zur Jugend- und Pop Kultur gehören und somit auch dieser Gruppe eine Botschaft ideal näherbringen können.
Hier ist die Verkürzung sogar zielgerichtet. Sie sollte nur weiter vertieft werden. Das wäre wünschenswert.
Wie Sie meine lieben Leser anhand meiner Ausführungen unschwer erkennen können, bin ich ein Befürworter der Tatsache auch Geschehnisse der Geschichte, gerade des Zweiten Weltkriegs, auch in Comics darzustellen.
Bilder sagen oft mehr als tausend Worte; und als Kunstform prägen sie sich auch dem Leser ein.

Die Comicserie, die ich Ihnen heute vorstellen will, steht voll in der Tradition franco-belgischer Comics. Interessanter Weise schildern sie allerdings Kriegsgeschehen aus deutscher Sicht, ohne dabei kriegsverherrlichend zu sein.
Die 4 bändige Reihe "Die Verlorene Armee" von Olivier Speltens führt den Leser an die russische Front.







Die Redaktionsbeschreibung zum ersten Bad fasst folgendes zusammen: "Ende 1942 beendet Ernst Kessler seine Ausbildung als Soldat der Wehrmacht und wird an die Front nach Russland geschickt. Die brutale Realität des Zweiten Weltkriegs offenbart sich ihm nun in ganzer Härte. Ernst Kessler trifft nicht nur auf den einen, erwarteten Feind, sondern gleich auf zwei. Der russische Winter ist ein ebenso gefürchteter Gegner wie die Rote Armee. Der erste Band zeichnet Kesslers Weg aus der Ukraine durch ganz Russland bis nach Stalingrad nach. Er und seine Kameraden kämpfen gegen den Feind, gegen Partisanen, die die deutschen Versorgungseinheiten angreifen, und gegen die menschenfeindlichen klimatischen Bedingungen, die den Angriffsschwung der Deutschen zum Erliegen bringen."

Der zweite Band führt nach Kursk:





"Sommer 1943: Die Niederlage in der Schlacht von Stalingrad und der Verlust der 6. Armee haben nachhaltigen Eindruck bei den deutschen Truppen hinterlassen. Ernst Kessler und seine Kameraden liegen am Don in Stellung und liefern sich Scharmützel mit den sowjetischen Verbänden. Dabei ist dies aber nur der Auftakt zu der wohl schrecklichsten Schlacht des Zweiten Weltkriegs: dem Unternehmen "Zitadelle" im Kursker Bogen …"

Band 3 beginnt dann quasi mit den ersten Rückzugsschlachten nach Kursk:








" … Kessler und seine Kameraden beginnen die Politik der verbrannten Erde, einen schrecklichen Vernichtungskrieg, den die Deutschen nicht gewinnen konnten…."

Der letzte, erst vor kurzem erschienene, abschließende Band führt dann nach Polen und nach Deutschland:





" … Polen, 500 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, August 1944. Gezeichnet und desillusioniert vom endlosen Krieg und der Politik der verbrannten Erde befinden sich Krüger, Kessler und der Rest ihrer Kameraden auf dem Rückzug und geraten immer wieder unter Beschuss der russischen Flieger. Es gibt kaum noch Unterstützung, allenfalls junge und unerfahrene Kinder und alte Männer des Volkssturms, die eine leichte Beute für die feindlichen Scharfschützen sind. In Frankfurt an der Oder treffen die deutschen Soldaten erneut auf russische Panzer und Infanterie. Trotz zahlenmäßiger Unterzahl und mangelnder Ausrüstung bekommen sie den Befehl, die Truppen aufzuspalten, um den russischen Vormarsch auf Berlin zu stoppen. Immer mehr Gefallene und die Angst in russische Gefangennahme zu geraten vor Augen - da ist es kein Wunder, dass sich die Landser auf dem Weg nach Berlin Gedanken machen, den Krieg für sich selbst zu beenden. Doch was dürfen sie erwarten, wenn sie sich ergeben und was kommt dann zu Hause auf sie zu …"

Was kann den Leser erwarten. Es ist eine einfache Geschichte. Kein großes Hurra, keine Darstellung wichtiger Schlachten.
Geschildert werden potentielle Erfahrungen x-beliebiger Soldaten einer unbestimmten kleineren Kampfgruppe. Früher hätte man gesagt, eine Geschichte von Schütze Arsch.
Die Soldaten sind dabei nicht als Opfer, aber auch nicht als fanatische Nazis dargestellt. Speltens gelingt es mit seinen Charakteren pointiert umzugehen. Er verbindet gekonnt ruhigere Passagen mit den Schlachtbeschreibungen. Die Romane wirken dadurch sehr rund.
Zeichnerisch sind sie hochwertig. Sehr realistisch gemalt, toll koloriert.
Einige brisante Sexszenen dürften den ein oder anderen wieder stören, denn auch hier brilliert Speltens durch seinen Zeichenstil.
Genial finde ich die Entwicklung der Charaktere, die sich auch in den Zeichnungen widerspiegeln.
Das Altern der eigentlich noch jungen Soldaten zum Kriegsende hin, geschuldet dem Dauerstress von Psyche und Physis, hat Speltens perfekt ins Bild gesetzt.
Für Comicfans sind die 4 Bände nach meiner Meinung ein Muss. Wobei ich sagen möchte, dass mir der Abschlussband von der Storyline am wenigsten gefallen hat.
Man muss allerdings schon erkennen, dass auch Comicliebhaber die Zielgruppe sind. Für 60,- €, den Preis der 4 Bände, bekomme ich natürlich auch schon eine gute Überblicksdarstellung des Zweiten Weltkriegs.
Wer also keine Comics mag, der soll die Finger davon lassen.
Allen anderen wird die Reihe auf jeden Fall gefallen.


P.S.: Die Comics würde ich ja bei meinem liebsten Comichändler, Ingo Stratmann aus Bielefeld, bestellen: http://www.gratiscomictag.de/shop/moderne-zeiten/
Es gibt sie natürlich auch bei den üblich Verdächtigen, dem großen A und anderen.




Sonntag, 8. Oktober 2017

FoW - 8th Army Motor Company

Manchmal habe ich das Gefühl, dass das gesamte Tabletop Dasein ein ewiger Prozess von Bemalung und Wiederbemalung ist. Hinzu kommt dann noch der Sisyphos Akt von Basierung und Wiederbasierung.
Kaum denkst Du, Du hast Dein Ziel erreicht, und endlich die Truppe fertig, fängst Du wieder von vorne an.
Entweder gefällt Dir das Farbschema nicht mehr, oder Deine Malkünste haben sich mittlerweile verbessert, oder die von Dir verwendete Malvorlage war leider falsch, oder Deine Spielergruppe ist halt einfach der Meinung, dass quadratische oder runde Bases jetzt nicht mehr up to date sind und man unbedingt kleine Felsen und Schieferplättchen auf die Teile packen muss.
Klar lässt Du Dich dann auch immer wieder mal von so etwas inspirieren.
Auch das Pflanzen von Blumen und „Naturgras“ ist mittlerweile sehr in, und bietet dem Spieler tatsächlich die Möglichkeit nichts Neues anzufangen, sondern Altes wieder aufzufrischen.
Toll, oder?
Man sollte denken, dass Menschen mit Wüstenarmeen diese Probleme nicht besitzen.
Weit gefehlt.
Da gibt es zwar dann weniger Blumen, aber das Thema der Malkünste und verbesserter Farbkombinationen ist auch hier präsent.
Warum schreibe ich das?
Weil ich etwas Mitleid brauche.
Ich denke, hätte ich damals meine 8th Army Motorcompany einfach mal konsequent auf dem Maltisch gelassen und nichts verändert, dann wären mittlerweile auch die fehlenden Einheiten schon bemalt.

Wäre, hätte, würde, könnte.
Oh je, oh je.
Dafür haben die Crusader und die Grants jetzt die zweite Farbe drauf, während die Shermans in der Schublade der Neubemalung harren.
Ich habe mich wirklich bisher nicht getraut Decals anzubringen, weil ich mir nicht sicher bin, ob das jetzt alles so bleibt.
Ich denke, ich werde aber mal in mich gehen und das einfache Farbschema, dass ja auch seit 1941 dann für die Briten in Afrika Standard war, jetzt so lassen und einfach mal neue Modelle aus der Schublade kramen, und denen neue Anstriche verpassen. Die alten Modelle bleiben jetzt so wie sie sind.
BASTA.
Ich denke, das wäre dann auch eine Vorgehensweise, die den Lehren von Feng Shui  viel mehr entsprechen, und mir final dann auch den Seelenfrieden bringen würde.
Meine Motor Company der 8th Army war damals die Armeepackung der zweiten Edition von FoW, ist somit also auch schon etwas in die Jahre gekommen.
Hier einmal der Karton nebst Armeeaufbau.


In der Verpackung fanden sich zum einen als Panzer Sherman III Modelle. Die hatte ich bemalt, nur war ich dann halt auch alsbald der Meinung, dass die Shermans für mich jetzt nicht wirklich den Wüstenkrieg symbolisieren.
Grants mussten her.
Na und die habe ich dann auch schon neu bemalt, wie Ihr hier sehen könnt.



Briten in Afrika ohne Crusader Panzer gehen aber gar nicht, und deshalb war ich schon ziemlich happy, dass die sich damals ebenso in der Starterbox fanden.
Crusader anzumalen war folglich ein Muss. Na und in diesem Fall ein Muss, dem ich gerne nachgekommen bin.

Wichtig war für mich allerdings auch die Infanterie. Um entsprechende Testspiele zu machen, war es schon von Nöten, den Jungs einen Anstrich zu verpassen. Klar war mir das bewusst, aaaaaber…
Was soll ich sagen:
Ich hasse, oder sollte ich besser sagen, hasste es, 15 mm Figuren anzumalen.
Damals fehlte mir die Erfahrung mit diesem Maßstab. Die kleinsten Minis, die bis dato auf dem Maltisch Einkehr gehalten hatten, waren 1/72 Figuren. Na und jetzt wurde das ganze also nochmals kleiner.
Man gönnt sich ja sonst nichts.
So richtig wusste ich nicht, wie ich an die Dinger rangehen sollte.
Mit der Lupe kam ich nicht klar - hat sich mittlerweile zum Glück geändert -, na und dann noch diese klobigen 15 mm Figuren vergrößert zu sehen, war nun wirklich kein Vergnügen, war ich es doch gewohnt die sehr realistischen Figurenproportionen der 1/72 Minis zu bemalen.
Irgendwie hat mich die Infanterie gegruselt; na und das war nicht gut.


Irgendwann war es mir dann aber auch egal, und ich habe die Briten irgendwie angepinselt, sogar zwei drei Farben, keine Akzente, sondern tatsächlich ganze Farben wohlgemerkt, einfach weggelassen und die Figuren auf die Bases gepappt.
„Mir doch egal.
Sind doch eh nur Spielsteine.
Die Basierung wird es retten.“
Das grummelte ich damals leise vor mich her.
Ein bisschen bereue ich ja den Frust von damals.
Aber nur ein bisschen.
Nein.
Ich werde die Figuren nicht mehr von den Bases reißen.
Die nicht.
Der nächste Infanterietrupp wird jetzt einfach ein bisschen besser bemalt.
Nicht viel. Aber etwas.
Ich möchte an dieser Stelle jedem Neueinsteiger in den 15 mm Maßstab den Tipp geben, nicht direkt zu verzweifeln.
Unterhaltet Euch mit Leuten, die diese Minis schon angemalt haben. Bittet Sie darum Euch nicht die perfekte Bemalanleitung zu geben, sondern eine einfache.
Ein paar Akzentuierungen wirken bei 15 mm Wunder. Die Figuren sind von Haus aus überzeichnet modelliert, und haben gar nicht den Anspruch etwas maßstäblich zu zeigen. Die Überzeichnung hilft dem Wargamer eben die Akzente der Bemalung zu setzen. Na und dann kommt man auch mit einem einfachen Bemalstil hier weiter. Washes wirken dazu noch ungemein gut und verwandeln die Figur tatsächlich in verwendbare Spielsteine.
Lasst Euch also nicht schockieren und abschrecken. Einfach loslegen. Dann wirkt das schon.
Die Bemaltipps von Battlefront sind übrigens gar nicht so schlecht.
Außerdem kann man heute auch schon mit Grundierungen arbeiten, die eine Grundfarbe der Uniform zeigen. Das ist eine definitive Arbeitserleichterung, und ich finde das auch persönlich sehr gut. Meine ganzen ACW Figuren sind so entstanden, und ich liebe es, dass es mittlerweile graue, beige und dunkelblaue Grundierungen gibt.
Das GW Credo der Schwarzgrundierung kann ich z.B. gar nicht teilen. Schwarz verwischt mir die Konturen. Na und ich kann mit schwarz grundierten Figuren gar nichts anfangen.
Ich grundiere auch gerne mit Weiß, ziehe dann über die weiße Grundierung eine Sepia Wash. Die Figuren werden so hellbeige und wirken schon plastischer.
Es ist wie ein Leitanstrich, den man auf eine Figur setzt, um die Konturen schon einmal herauszuarbeiten.
Beim Malen habe ich dann das Gefühl, ich „ziehe die Figuren an“. Die Figur wirkt nämlich durch die Grundierung schon etwas angemalt.
Versucht es mal.
Gerade bei Briten der 8th Army ist das schon der erste Schritt zur richtigen Uniform.
Mit der oben beschriebenen, kleinen Truppe, sowas zwischen 500 und 700 FoW Punkten, haben wir dann doch einige spannende Spiele gemacht.



Dann verschwanden die Minis aber in der Versenkung, weil man Spielpartner sich ein anderes Hobby gesucht hatte.
Nun hat Battlefront ja den Afrikafeldzug wiederauferstehen lassen; und wie es denn so ist, hat mich das dann auch erneut angefixt.
Die ersten DAK Minis sind frisch bemalt, und müssen nur noch basiert werden.
Hier in diesem Bericht könnt Ihr die fertigen Teile der Motor Company sehen.


Universal Carrier und Trucks haben auch schon die erste Farbschicht drauf.
Ihr könnt Euch also freuen.  Demnächst wird es dann auch noch Bilder des Scout Trupps und der schweren MG Abteilung geben.
An die Artillerie werde ich mich auch irgendwann mal dran machen. Ob das aber in dieser Edition oder erst in der nächsten passieren wird, sei mal dahingestellt.
Ich kenn mich ja. ;-)
Es könnte ja auch mal wieder eine andere Epoche dazwischen kommen, von der ich bis dato noch gar nichts weiß.

Sometimes I feel that the entire tabletop existence is an eternal process of painting and re-painting. In addition, the Sisyphus act of basing and rebasing is added.
No sooner do you think you have reached your goal, and finally the troops are ready, you start again from the beginning.
Either you like the color scheme no more, or your painting skills have now improved, or the painting instruction you used was unfortunately wrong, or your gaming group is just simply the opinion that square or round bases are now no longer up to date.
Of course, you will always let yourself be inspired by something like that.
Also the planting of flowers and "natural grass" is hip nowadays, and offers the player in fact the possibility of nothing new to start, but to refresh old ones.
Great isn’t it?
One should think that people with desert armies do not have these problems.
Not even close.
Since there are fewer flowers, the theme of painting and improved color combinations is also present here.
Why am I writing this?
Because I need some pity.
With ignoring the compulsion of repainting and rebasing, I think I would have finished my 8th Army motor company.
The Crusaders and the Grants now have the second color, while the Shermans wait in the drawer of the new painting.
I have not really dared to fix the decals, because I'm not sure if it's all right now.
But now, it’s time to change my mind.
The old models now remain as they are. There is enough new stuff to paint.
I think that would be a way of approaching the teachings of Feng Shui much more, and then finally bring peace to my soul.
My Motor Company of the 8th Army was one of the basic army sets of the second edition of FoW, so it has also gotten a bit old.
Just have a look at the picture.
In the packaging you found on the one hand Sherman III models as tanks. I had painted them, but for me the Shermans do not really symbolize the desert war.
Grants had to come.
Well, and so I bought them and painted them.
Britons in Africa without Crusader tanks? A No Go in my eyes. So I was pretty happy that I found themselves in the starter box.
Important for me, however, was the infantry. In order to make appropriate test games, it was already necessary to give the boys a paint. Clearly, I was aware, buuuuuuuut ...
What can I say:
I hate, or should I say better, hated to paint 15 mm figures.
At that time I lacked the experience with this standard. The smallest Minis, which until then had been on the paint station, were 1/72 figures. Well, and now the whole thing was even smaller.
I really did not know how I should go to the things.
With the magnifying glass I had my problems - has changed now fortunately -, and to see these chunky 15 mm figures magnified, was not really a pleasure. I was accustomed to the very realistic figure proportions of 1/72 miniatures, and now THAT!!!
Somehow the infantry shook me; and that was not good.
At some point, however, I did not care, and I finished the British, for better or worse.
The next infantry group will be painted a bit better.
Not much. But a little bit..
At this point I would like to give every newcomers to the 15 mm scale one tip: Please do not directly despair.
Keep in touch with people who have already painted these minis. Do not ask for the perfect painting instruction, but for a simple one.
A few accents on a 15 mm figure will be just like a miracle. So do not be shocked or frightened. Just get started. Then it works.
The painting hints of Battlefront are by the way not so bad.
You can also work with primers that show a basic color of the uniform. This is a definite work relief, and I find this personally also very good.
My whole ACW figurines are painted with tghe help of coloured primers, and I love the fact that there are now gray, beige and dark blue primers on the market.
The Games Workshop Credo of the black primer I cannot backen at all. Black blurs the contours. I for myself have problems with black primed figures.
I like to prime my figures with white, then pull a sepia wash over the white primer.
It is like a leading paint, which is placed on a figure to work out the contours.
When painting, I then feel that I "draw the figures".
Try it.
Especially with Brits of the 8th Army, this is already the first step to the right uniform.
With the small army described above, between 500 and 700 FoW points, we did some exciting games.
Then the minis disappeared in the sinking, because my gaming partner  found a different hobby.
Battlefront has now resurrected the African campaign; and also my resurrection started.
The first DAK minis are freshly painted, and only need to be based.
Here in this report you can see the finished parts of my Motor Company.
Universal carriers and trucks already have the first color layer on it.
So you can look forward to it.
Soon there will be pictures of the scout squad and the heavy machine gun section.
Sometimes also my artillery group will get a paint. Whether this will happen in this edition or in the next, we will see.
I know myself. ;-)

Sonntag, 1. Oktober 2017

National Army Museum London

Heute zeige ich Euch nur ein paar wenige Bilder, mit einigen, wenigen Kommentaren. Aber ich will sie Euch nicht vorenthalten.
Die nachfolgenden Aufnahmen sind alle aus dem National Army Museum in London und stammen aus den Jahren 2004 und 2010.
In 2004 hatte ich eine noch relativ schwache Digitalkamera mit einer ziemlich geringen Auflösung. Folge war, dass ich im Museum nur einige Schnappschüsse aufgenommen hatte, und die dann auch nicht gerade gut.
Schade eigentlich.
Denn als ich in 2010 das Museum nochmals besuchte, konnte ich erneut nur ein paar Bilder aufnehmen, aber aus einem ganz anderen Grund:
Ein Mitarbeiter des Museums verbot mir weiter zu fotografieren.
Keine Ahnung, ob das Fotografierverbot auch schon in 2004 existent war. Damals hatte ich einfach Glück, aber auch wieder Pech, weil mein Fotoequipment eben noch nicht gut war.
Ich denke, ich muss da mal wieder hin, und einfach hoffen, dass diese Regelung mittlerweile aufgehoben ist.
Was mich aber damals wirklich fasziniert hatte, und das kann man dann an den Bildern auch sehen, war, das einige Figurinen in diesem Museum sehr „battle worn“, also feldmäßig, NICHT in herausgeputzten Uniformen daher kommen.
Das gilt vor allem auch für Figuren aus der napoleonischen Zeit, die ich jetzt unter anderem in diesem Bericht zeige.
Normalerweise ist man in Museen ja gewohnt, dass es so aussieht, wie auf den folgenden Bildern.
Alles schön ordentlich und sauber. Vorbildhaft in den Vitrinen zu finden. Mit entsprechenden Beschreibungen und Erklärungen.







Auch dieser Soldat einer Flankenkompanie der Engländer sieht noch richtig fesch und gepflegt aus.



Kein großes Wunder, denn die Figurine steht hier an einer Stelle im Museum, wo die Rekrutierung der Soldaten in der Heimat erklärt wird.
Natürlich kam man da herausgeputzt zum Dienst, wollte man doch junge Männer überzeugen, ihr Glück in der Armee zu versuchen. Da sollte man dann schon adrett aussehen.
Die Wahrheit sah dann allerdings anders aus.
Es ist zu vermuten, dass diese Figur einen Soldaten darstellt, der bereits erkannt hat, dass die Versprechungen der Rekrutierungsoffiziere, weiß Gott nicht stimmten, und dem die Grauen des Krieges jetzt schon allgegenwärtig waren.

Die schmucke Uniform, die man zu diesem Zeitpunkt beispielsweise in Indien getragen hat – wir befinden uns hier round about im Jahr 1800 – hat schon sehr gelitten. Verdreckt, geflickt, zerrissen. Die schmucke, zylinderartige Kopfbedeckung, verbeult und deformiert. Genauso, wie eine Uniform ausgesehen hat, wenn sie in einer Schlacht gewesen war.
Da sieht dieser Highlander auf den ersten Blick schon top gekleidet aus.

Bis man sich dann seine Gamaschen und auch die Rückseite näher betrachtet. Dreckspritzer verderben den bunten Rock.

Sergeant Charles Ewart mit dem erbeuteten Adler sieht da noch etwas frischer aus. Nun gut. Er saß ja auch normalerweise auf einem Pferd. Das hilft dann schon einmal.

Der im nächsten Bild gezeigte Offizier in Spanien scheint schon etwas länger auf den Füßen gewesen zu sein. Schauen Sie sich einmal die matschigen Schuhe und Hosen an. Da hat dann wohl auch der sehr schmucke grüne Regenschirm nicht mehr helfen können.

Die nächsten beiden Soldaten sind mein persönliches Highlight und jedem Leser der Bernard Cornwell Romane bekannt.
Zum einen erkennt man einen Schützen des 95. Regiments während der Rückzugskämpfe in Spanien bei La Coruna.

Genauso haben Sharpe und seine Jungs in der Zeit ausgesehen. Geflickte Klamotten, ein Tuch als Ohrenschutz gegen die Kälte um den Kopf gebunden. Aber Hauptsache das Schloss der Baker hat funktioniert.
Private Matthew Clay hat es noch schlimmer erwischt.

Dieser diente im 2nd Battalion der 3rd Scots Guards bei Waterloo (Hougoumont). Dummerweise war er in einen matschigen Graben gefallen. Deshalb sah er zur Schlacht dann auch so aus, wie er hier dargestellt ist.
Hätten Sie hinter so etwas einen Gardisten erwartet? Sicherlich nein. Denn wir sind da halt geprägt von den schmucken Uniformen, die wir immer bei der Geburtstagsparade der Königin oder vor dem Buckingham Palace in London sehen.
Aber so wie Clay sehen eben Soldaten im Einsatz aus, und ich finde es toll, dass dies im Museum auch so dargestellt wird.
Im Grunde ist er repräsentativ für den britischen Linieninfanteristen der napoleonischen Kriege.
Auch die anderen Figurinen im Museum wirken sehr lebensecht, wenn auch nicht so verdreckt wie die eben gezeigten.
Hier eine kleine Auswahl.
Kavallerist und Fußsoldaten – Pikenier und Musketier – der New Model Army während des Englischen Bürgerkriegs 1642 – 1651. Quasi die Geburtsstunde der modernen englischen Armee.


Nach den napoleonischen Kriegen übernahm der Sieger die Form des Tschakos der besiegten Armee. Hier ein britischer Soldat des 38. Regiments.

Na und das alles, was in irgendeiner Form mit Napoleon – VIVE L’EMPEREUR – zu tun hatte, auch einfach hipp war, zeigt das folgende Exponat. Das Skelett von Napoleons Pferd Marengo hat doch so tatsächlich die Zeit überdauert.
Aber zurück zu den Uniformen.
Ein Soldat aus den Zulukriegen, und ein Diorama zur Schlacht bei Rorkes Drift.


Der englische Tommy aus dem Ersten Weltkrieg (viel zu sauber) und ein Kavallerist aus dieser Zeit.


Und hier die grauenvolle Wirklichkeit in diesem Krieg.
MG Schützen mit Gasmasken in der Trichterlandschaft Flanderns.

So sah der englische Soldat in der Endphase des Zweiten Weltkriegs aus.

Ein Panzerabwehrgeschütz mit Besatzung irgendwo in Italien während des Zweiten Weltkriegs.


Hier noch die Uniform der amerikanischen Verbündeten.

Hobarts Funnies, die britischen Spezialpionierpanzer, in einem Diorama zur Landung in der Normandie.


Natürlich wird auch an die Dschungelkämpfe in Ostasien erinnert.


Zum Abschluss noch ein Blick auf vielleicht DAS Highlight des Museums. Das berühmte Diorama Sibornes zur Schlacht von Waterloo. Das hat jetzt auch schon fast 200 Jahre auf dem Buckel, und begeistert Modellbauer – trotz vieler Kritiken – immer wieder aufs Neue.



Mehr kann ich Ihnen von diesem Museum nicht zeigen. Aus den oben genannten Gründen.
Wichtig für viele Wargamer ist aber die Botschaft, Figuren auch gerne mal verdreckt darzustellen. Das NAM ist ja offizielles Museum der britischen Armee. Hier soll deshalb auch ein realistisches Bild gezeigt werden.
Also, wer jetzt Lust bekommt seine napoleonischen Soldaten zu verdrecken, der soll es einfach tun. Auch die offiziellen Stellen in London tun das, wie man sehen kann.
Also trauen Sie sich meine lieben Leser, und viel Spaß beim Einsauen Ihrer in stundenlanger Arbeit sauber bemalten Figuren.


The following pictures are all from the National Army Museum in London and date from the years 2004 and 2010.
In 2004, I had a relatively weak digital camera with a fairly low resolution. The result was that I had taken only a few snapshots in the museum, and then they were not doing well.
What a pity.
When I visited the museum again in 2010, I also shot only a few pictures, but for a very different reason:
An employee of the museum forbade me to continue to photograph.
No idea whether the photographing ban was already existent in 2004. At that time I was just lucky, but also bad luck, because my photo equipment was just not good.
I think I have to go back there, and I hope that this regulation is now abolished.
But what really fascinated me at that time, and that can be seen in the pictures, was that some figurines in this museum looked very "battleworn", and NOT neat.
This is especially true for figures from the Napoleonic period, which I now also present in this report.
Normally one is accustomed in museums, that it looks like in the following pictures.
Everything is neat and clean. With appropriate descriptions and explanations.
Even this soldier of a flanking company of the british army still looks really smart and well-groomed. Not a big miracle, because the figurine stands here in a place in the museum, where the recruitment of the soldiers at home is explained.
Of course. His job was to convince young men to try their luck in the army. Then one should look already neat.
But the truth was different.
It is to be assumed that the following figure represents a soldier who has already realized that the promises of the recruitment officers were a fake, and that the horrors of war were already omnipresent.
The pretty uniform, which was worn at that time in India, for example - we are here roundabout in 1800 - has already suffered a lot. Dirty, patched, torn. The neat, cylinder-like head covering, dented and deformed. Just as an uniform had looked when you wear it in a battle.
At first sight, this Highlander looks very well dressed. Until you look at his leggings and also at his back front. Muddy plotches spoil the colorful skirt.
Sergeant Charles Ewart with the captured eagle looks a little fresher.
Well. He usually sat on a horse. That maybe helps in some cases.
The officer in Spain you see in the next picture seems to have been on his feet for some time. Look at the muddy shoes and pants. Also the very beautiful green umbrella can no longer help in such circumstances.
The next two soldiers are my personal highlights and known to every reader of the Bernard Cornwell novels.
On the one hand, one recognizes a rifleman of the 95th Regiment during the retreat in Spain at La Coruna.
In the same way, Sharpe and his guys appeared in the Peninsula War. Patched clothes, a cloth as an ear protection against the cold tied around the head. But hopefully the Baker rifle made it’s job.
Private Matthew Clay got it even worse. He served in the 2nd Battalion of the 3rd Scots Guards at Waterloo (Hougoumont). Unfortunately, he had fallen into a muddy ditch. That is why he looked at the battle as it is presented here.
Would you have expected a guardsman in such a shape?
Certainly not. Because we are stuck in the stylish uniforms we always see at the Queen's Birthday Party or in front of Buckingham Palace in London.
But just like Clay, soldiers looked in battle, and I think it's great to show that appearance in the museum.
He is, in fact, representative of the British line-infantry of the Napoleonic Wars.
Also the other figurines in the museum seem very life-like, if not as filthy as the ones just shown.
Here is a small selection.
Cavalry and foot soldiers - pikemen and musketeer – of the New Model Army during the English Civil War 1642 - 1651. The birthday of the modern English army.
After the Napoleonic Wars the style of the shakos of the defeated army were adopted from the victor. You see a British soldier of the 38th Regiment.
Napoleon's horse Marengo has indeed lasted so much the time, but only as a skeleton.
But back to the uniforms.
A soldier from the Zulu War, and a diorama to the battle of Rorkes Drift.
The english Tommy from the First World War (much too clean) and a trooper from this time.
And here the horrible reality in this war.
Soldiers and their machinegun wearing gas masks in the trenches of Flanders.
The English soldier looked like this in the final phase of the Second World War.
An AT-gun with crew somewhere in Italy during the Second World War.
Here also the uniform of the american allies.
Hobart‘s Funnies, the British special pioneer tanks, in a diorama of the Normandy landing.
Of course, the jungle battles in East Asia are also remembered.
Finally, take a look at perhaps the highlight of the museum. The famous diorama of the Battle of Waterloo. Nearly 200 years old, but still great. A real inspiration for collectors and wargamers.
I can not show you more of this museum. For the above mentioned reasons.
Important for many wargamers is however the message: Yes, you can show soldiers also in „battleworn“, ragged uniforms. That’s war.
The NAM is an official museum of the British army. Here, a realistic picture is also to be shown.
So, whoever wants to get his Napoleonic soldiers to be filthy, he's supposed to do it. The officials in London do the same, as you can see.
So my dear readers, have fun to get your figures dirty. The same figures you’ve painted so nice and neat in hours of work.
Amuse yourself!